1. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 61
    Biby
    Wunderschöne Bilder und sehr informativ (wie immer eigentlich )! Ich freue mich, dass es weiter geht !

  2. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 62
    ShannonS
    Danke für den schönen Bericht mit, wie immer, sehr viel Zusatz Info��
    Ist da diesmal ein Selfie dabei? Nr.47?

  3. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 63
    Manwecaen
    Ich glaube, das Foto 78 ist das Selfie

  4. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 64
    Nene177
    Zitat Zitat von Manwecaen Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das Foto 78 ist das Selfie
    Genau , das ist die einzige Art von Selfies, die ich mache.

    Bild 47 zeigt unsere "Guidin", die mit der Stange die Suche nach den Mauern demonstriert.

    Schön, dass Euch der Bericht gefällt, Biby und Shannon .

  5. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 65
    Nene177
    County Mayo – North Mayo Cliffs

    Mittwoch, 16. Mai 2018

    Der Wetterbericht für heute sah gut aus, auch wenn es am Morgen noch bewölkt war . Das war aber genau das richtige Wetter für die Wanderung, auf die ich mich schon so sehr gefreut hatte . Da die Vorhersage für Nachmittag etwas wärmere Temperaturen und weniger Wind ankündigte, habe ich mir am Vormittag erstmal Zeit gelassen und u.a. Fotos im Garten der „Kilcommon Lodge“ gemacht.

    Als ich gegen 11:30 Uhr mit dem Auto gestartet bin, schien zwar die Sonne, aber es waren nur 13 °C und es wehte mal wieder ein kräftiger Wind. Bis zu dem kleinen, verschlafenen Ort „Carrowteige“, wo meine Rundwanderung startete, waren es 20 km. Ich wusste noch von meiner Wanderung vor 10 Jahren, dass im Ort ein kleiner Laden ist, wo ich meinen Wasservorrat auffüllen und Sandwiches kaufen konnte. Das Gebäude beherbergt neben dem kleinen Laden übrigens auch die Post. Nachdem ich alles in meinem Rucksack verstaut hatte, habe ich mich gegen 12:15 Uhr auf den Weg gemacht.

    Die ersten 3 km verliefen auf Straßen/Wegen bis ich schließlich nordwestlich von „Carrowteige“ die Klippen gegenüber der 86 m hohen „Kid Island“ („Oileán Mionnán“) erreichte. Nun ging es für die nächsten 10/11 km nur noch direkt entlang an der Klippenkante Richtung Osten.

    Dabei bin ich nach einem knappen Kilometer an der „The Children of Lir Sculpture“, die zum „North Mayo sculpture trail“ gehört, vorbeigekommen. Diese Skulptur ist gleichzeitig eine Schutzhütte und ein Picknickplatz . Leider habe ich kein Foto von der Seite gemacht, da könnte man nämlich sonst sehen, dass die Wände der Hütte wie Vogelschwingen aussehen, denn die „Kinder von Lir“ waren verwunschene Schwäne .

    Die Legende berichtet, dass Bodb Dearg, König der Túatha Dé Danann (Volk der Danu), Rivale von Lir war, der selbst gern König geworden wäre. Um den Frieden zu wahren machte Bodb Dearg seine Tochter Aoibh zur Frau von Lir. Die Beiden bekamen vier Kinder - ein Mädchen, Fionnghuala, sowie die Söhne Aodh und die Zwillinge Fiachra und Conn. Als Aoibh bei der Geburt der Zwillinge verstarb, sandte Bodb Dearg seine Tochter Aoife, um Lir zu heiraten. Die Kinder waren eine große Freude für ihren Vater Lir und den Großvater Bodb, was Aiofe jedoch eifersüchtig machte. Daher entschloss sie sich, die Kinder zu töten, wozu ihr dann aber doch der Mut fehlte. Stattdessen nutzte sie ihre Magie dazu, die Kinder in Schwäne zu verwandeln und für 900 Jahre auf verschiedene Gewässer in und um Irland zu verdammen. Allerdings ließ sie den Kindern ihre menschlichen Stimmen, damit sie über das harte Leben auf dem Wasser singen und lamentieren konnten.
    Die ersten 300 Jahre lebten sie auf dem „Lough Derravaragh“ (County Westmeath) und dann 300 Jahre in der „Straits of Moyle“ (Meerenge zwischen Torr Head im County Antrim und der Halbinsel Kintyre in Schottland). Ihre letzten 300 Jahre als Schwäne verbrachten sie in der ehemaligen „Barony Erris“ im Norden vom County Mayo (also genau hier). Sie hielten sich in der „Sruwaddacon Bay“ auf (Gezeitenmündung, an der auch die „Kilcommon Lodge“ liegt) und zuletzt auf der kleinen Insel „Inishglora“, gegenüber dem „Cross Beach“ auf der Mullet Peninsula.
    Auf „Inishglora“ trafen sie einen Mönch, zu dem sie großes Vertrauen hatten und bei dem sie sich geborgen fühlten. Dann hörte Deoch, die Ehefrau des Königs von Connacht von den singenden Schwänen und wollte sie für sich haben, aber der Mönch gab sie nicht heraus. Der König kam schließlich selbst auf die Insel und als er nach den Schwänen griff, haben sie ihr Federkleid abgeworfen und vor ihm standen vier alte gebrechliche Menschen. Fionnghuala bat den Mönch die Geschwister zu taufen und sie nach ihrem Tod auf „Inishglora“ zu begraben. Sie hatte über die 900 Jahre hinweg, in denen der Fluch auf ihnen lag, ihre drei jüngeren Brüder stets mit ihrem Federkleid beschützt und genauso wollten sie auch beigesetzt werden - Fionnghuala in der Mitte, die Zwillinge Fiachra und Conn zu beiden Seiten und Aodh vor ihr.


    Nach diesem Ausflug in die irische Mythologie geht es nun weiter entlang der Klippen mit einer einfach gigantischen Aussicht . Der höchste Punkt der Klippen ist „Benwee Head“ mit 255 m Höhe. Etwa 2,5 km vor der Küste liegen die „Stags of Broadhaven“, die aus der Ferne gar nicht so groß aussahen. Als dann aber ein Schiff vorbeifuhr, ist mir erst bewusstgeworden, wie riesig diese Felseninseln sind . „Teach Dónal ÓCléirigh“ in der Mitte ist mit 97 m die höchste, „An Teach Mór" ist die südlichste und ist 94 m hoch und „An Teach Beag“ liegt zwischen beiden und misst 84 m. Die westlichste Insel heißt „An tOighean“ und ist 78 m hoch und „Carraig na Faola“ daneben ist mit 30 m die kleinste der Inseln.

    Einen Kilometer weiter kommt die nächste fantastische Klippenformation in Sicht – das 135 m hohe „Doonvinalla North Cliff“, das wie ein riesengroßes Haus oder Zelt aussieht . Ich konnte mich hier einfach nicht satt sehen und habe ein langes Picknick eingelegt . Eigentlich wäre ich auch noch gern auf das „Hausdach“ geklettert , was ich mir aber nicht getraut habe. Auf der kleinen Landzunge neben „Doonvinalla“ ist das „EIRE 63“-Zeichen aus dem 2. Weltkrieg gut sichtbar. Am östlich von hier gelegenen „Downpatrick Head“ ist ja wie bereits erwähnt die „EIRE 64“-Markierung. Der dazugehörige „Look Out Post“ (LOP) ist leider zerstört, soll aber angeblich wieder aufgebaut werden.

    Entlang eines gut sichtbaren Pfads ging es dann zum Strand in „Portacloy“, wo meine Klippenwanderung zu Ende ging. Auf der gesamten Wanderung entlang der Klippen ist mir keine Menschenseele begegnet, nur Schafe haben mich aus der Entfernung beäugt. Von „Portacloy" bin ich die gut drei Kilometer zurück nach „Carrowteige“ entlang der kaum befahrenen Straße gegangen. Um 18:30 Uhr bin ich überglücklich nach 17,4 km wieder an meinem Auto angekommen. Der kleine Laden war noch geöffnet und hatte auch noch Sandwiches, Bananen und Äpfel im Angebot. Damit war das Abendessen gesichert . Den wunderschönen Tag habe ich später mit einem Guinness im Pub in Pullathomas, der keine 10 min. zu Fuß von der „Kilcommon Lodge“ entfernt liegt, ausklingen lassen .

    Begleitet mich nun auf diese tolle Wanderung http://nene177.magix.net/alle-alben/!/oa/7485857/.

    Die Fotos von der „Kilcommon Lodge“ sind allerdings von zwei verschiedenen Tagen, wie unschwer zu erkennen sein wird.
    Geändert von Nene177 (18.09.2019 um 17:04 Uhr)

  6. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 66
    Manwecaen
    Wunderschön, Nene. Du schürst meine Sehnsüchte

    Ich kenne das Eckchen ja auch recht gut - schön, Bekanntes wieder zu sehen. Tolles Wetter hast du gehabt.
    Ja, die Children of Lir ... diese Mythologie begegnet einem dort oben recht oft.

    Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.


  7. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 67
    greenFreddy
    Wow! Sehr schöne Fotos von einer tollen Wanderung... Danke, Nene!

  8. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 68
    Nene177
    Vielen Dank, Manwecaen und greenFreddy .

    Wenn ich das nächste Mal in North Mayo bin, möchte ich gern die Klippen östlich von Portacloy in Angriff nehmen. Ich würde am liebsten sofort los wandern; im Moment ist dort auch noch super Wetter .

  9. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 69
    Biby
    Habe gerade deine Bilder in Dauerschleife geguckt! Wahnsinn!

  10. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 70
    Nene177
    Schön, dass Dir die Bilder gefallen, Biby . Vielleicht verschlägt es Euch ja auch mal nach Nord-Mayo.

  11. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 71
    Nene177
    County Mayo – Moyne Friary, Belleek Castle, Rosserk Friary, St. Mary’s Well

    Donnerstag, 17. Mai 2018

    Nach dem gestrigen „Wandertag“ sollte es heute ein „Geschichtstag“ werden. Am Vormittag habe ich aber erst noch mal bei prächtigem Wetter Fotos von der „Kilcommon Lodge“ gemacht.

    Etwa 50-60 km östlich von Pullathomas gibt es drei Klosterruinen, die ich vor fünf Jahren bereits erkundet habe. Dabei hatten es mir ganz besonders die beiden größeren Klöster aus dem 15. Jahrhundert angetan – „Moyne Franciscan Friary“ und „Rosserk Friary“, die im Mündungsgebiet des River Moy in die Killala Bay liegen. Außerdem wollte ich auch noch zum „Belleek Castle“, denn ich hatte gehört, dass dieses Hotel geschichtlich sehr interessant sein soll.

    Um 11 Uhr habe ich mich auf den Weg zur „Moyne Friary“ gemacht, wo ich eine knappe Stunde später ankam und auch direkt vor dem Gatter parken konnte. Am Gatter hängt ein Schild „Beware of the bull“, denn man muss erst über Farmland, auf dem Rinder stehen . Vom Eingangstor her sieht man schon dieses fantastische alte riesige Gemäuer. Vor fünf Jahren, als ich eher zufällig dorthin gekommen war, war ich völlig überwältigt . Aber auch bei meinem zweiten Besuch hat mich die „Moyne Friary“ wieder total in ihren Bann gezogen.

    In dem ca. 1460 gegründeten Kloster lebten etwa 50 Brüder, die Novizen für den Westen Irlands ausbildeten. Nach der Reformation erging es dem Kloster und den dort lebenden Mönchen wie so vielen in Irland – einige Brüder wurden von den Engländern verfolgt und getötet, das Kloster wurde 1590 niedergebrannt .

    Als ich auf beiden Etagen dieser riesigen Ruine umhergestreift bin, habe ich mich wie ein Kind auf Entdeckertour gefühlt . Und das Beste war, dass keine Menschenseele sonst hier auftauchte. Mit dem Blick auf die „Killala Bay“ ist mir wieder eingefallen, was mir vor fünf Jahren der Bauer, dem das Land gehört, erzählt hatte.
    Von der „Killala Bay“ aus schwammen früher große Mengen Lachs in den River Moy, der von den Mönchen der „Moyne Friary“ abgefischt wurde. Etwa 5 km weiter südlich (Richtung Ballina) liegt die bereits 1441 gegründete „Rosserk Friary“, wo ebenfalls Lachs auf dem Speiseplan stand. An der größeren „Moyne Friary“ kamen die Lachse nun aber zuerst an und jeder kann sich vorstellen, was das bedeutete . Die Mönche der „Rosserk Friary“ wussten sich der Überlieferung nach aber zu helfen. Die quer durch die „Killala Bay“ liegende „Bartragh Island“ war damals noch eine Halbinsel, wodurch der Lachs in jedem Fall an der „Moyne Friary“ vorbei schwimmen musste. Die Rosserk-Mönche sollen schließlich auf der Ostseite von „Bartragh“ einen Meeresarm quer durch die Halbinsel gezogen haben, der damit aus „Bartragh“ eine Insel machte und den Zug eines Teils der Lachse veränderte.

    Ich hatte heute an sich noch mehr vor, aber wenn mir ein Ort besonders gefällt , schaue ich nicht auf die Uhr. So waren es gut zwei Stunden, die ich mich hier aufgehalten habe. Das hatte auch den Vorteil, dass das Licht besser wurde, was auch den Fotos zugutekam .

    Eigentlich wollte ich direkt weiter zur „Rosserk Friary“ fahren, aber es war schon nach 14 Uhr und da ich nicht wusste, wie lange Führungen im „Belleek Castle“-Hotel angeboten werden, bin ich erstmal dahingefahren. Wow, die Anfahrt zum Schlosshotel ist schon super . Man fährt durch Wald und plötzlich erblickt man über eine große Wiese hinweg das etwas erhöht liegende, herrschaftliche „Belleek Castle“. Wie schon gesagt, ist es eigentlich ein Hotel, allerdings mit einer interessanten Geschichte, obwohl das Haus noch gar nicht so alt ist.

    Es wurde zwischen 1825 und 1831 für Sir Arthur Francis Knox-Gore gebaut, der mit seiner Frau und den neun Kindern bis zu seinem Tod im Jahr 1873 hier lebte. Das Herrenhaus blieb bis 1942 im Besitz der Familie Knox-Gore. Anschließend wurde es von einer Familie Beckett erworben, die daraus ein Gestüt machen wollten, die Pläne aber bald wieder aufgab. In den 1950er Jahren kaufte schließlich der Mayo County Council das Haus und nutzte es kurze Zeit als Krankenhaus und Kaserne bis es letztlich leer stand. Da die Unterhaltung des Gebäudes sehr kostspielig war, erwog der Mayo County Council das Dach zu entfernen, um Steuern zu sparen . Glücklicherweise erwarb 1961 der Offizier Marshall Thomas Doran das Anwesen . Er restaurierte das heruntergekommene Gebäude z.T. selbst und eröffnete es 1970 als Hotel.

    Multitalent Marshall Thomas Doran wurde 1917 als Jack Marshall Fenn in London geboren. Er war Schwimmer, Boxer, Offizier der Handelsmarine, Experte und Restaurator für mittelalterliche Antiquitäten, Steinmetz und Zimmermann, Designer, Architekt und Hotelier sowie Geschichtenerzähler, Charmeur, Ehemann und Vater . Als begeisterter Sammler von Rüstungen und Fossilien gab er der Inneneinrichtung sowohl einen mittelalterlichen als auch einen nautischen Touch, wovon man sich bei der Führung selbst überzeugen kann. „Belleek Castle“ ist auch heute noch im Besitz der Doran-Familie und wird von Marshall‘s Sohn Paul Doran verwaltet.

    Ich bin einfach aufs Geratewohl zum Hotel gefahren, hatte aber Glück, dass Carol, die die Führungen macht, anwesend war und auch Zeit hatte. Es ist wahrscheinlich besser, wenn man zuvor einen Termin vereinbart. Carol hat mit großem Wissen und voller Begeisterung alles erklärt – da könnte sich so mancher Museumsführer eine Scheibe abschneiden.

    Das war alles so interessant und es gab so viel zu sehen, dass ich fast nicht mehr rechtzeitig ins „Jack Fenn's Courtyard Cafe“ gekommen wäre , denn das schließt bereits um 17 Uhr. In den letzten Jahren wurde in den ehemaligen Stallungen neben dem Haupthaus dieses Café eingerichtet, dass schon verschiedene Preise gewonnen hat.
    Für einen Spaziergang im „Belleek Wood“, der an den River Moy grenzt, war leider keine Zeit mehr, da ich ja noch zur „Rosserk Friary“ wollte. Aber ich komme ganz bestimmt wieder und dann werde ich auch das „Wee Folk“ im dortigen „Feenwald“ suchen .

    Es war dann auch schon 18 Uhr als ich bei der „Rosserk Friary“ ankam. Die Abendsonne tauchte das alte Gemäuer in ein wunderbares, warmes Licht . Das 1441 gegründete Kloster wurde im Zuge der Reformation aufgehoben und wie die „Moyne Friary“ 1590 von den Engländern zerstört .

    Etwas südlich von der „Rosserk Friary“ liegt am Rosserk River kurz bevor er in den River Moy fließt, die heilige Quelle „St. Mary’s Well“. Der Legende nach soll hier um das Jahr 1680 die Jungfrau Maria erschienen sein. Über der Quelle wurde 1799 eine kleine Kapelle gebaut, durch deren Dach ein „heiliger Weißdorn-Busch“ wächst, der als „Ragtree“ (wörtlich „Lumpenbaum“) bezeichnet wird. Er ist aber nicht nur mit farbigen Bändern dekoriert, sondern auch mit allen möglichen anderen Erinnerungsstücken. Der „Ragtree“ ist übrigens ein heidnischer Brauch; ich finde das in Irland immer wieder faszinierend, wie christlicher Glaube und heidnische Bräuche nebeneinander bestehen .

    Es war jetzt schon fast 19:30 Uhr und ich musste mich etwas sputen, denn an meinem letzten Tag im County Mayo wollte ich noch lecker essen gehen . Ich liebe Fisch und Einheimische haben mir den Tipp gegeben, ins „The Open Door“-Restaurant in Killala zu gehen. Es ist etwas hochpreisiger, aber es hat sich absolut gelohnt. Zum ersten Mal habe ich „Monkfish“ („Seeteufel“) gegessen und ich fand es sehr lecker. Zum Glück bekommt man nicht den ganzen Fisch auf den Teller, sondern nur Filets .

    Und hier sind die Bilder meines letzten Tages im County Mayo http://nene177.magix.net/alle-alben/!/oa/7487399/.

  12. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 72
    Biby
    Toll, wieviele Details dir immer auffallen! einige Bilder fänd ich als Banner super, besonders die durch die "Fenster" geschossenen!

  13. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 73
    Manwecaen
    Ja, Monkfish ist was ganz Feines . Ich hatte damals in Limerick einen Fischhändler, den ich öfter aufgesucht habe und wenn er Seeteufel hatte, konnte ich nie widerstehen
    Unansehnliches Äußeres, aber richtig lecker ...

  14. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 74
    greenFreddy
    Wir haben uns damals (2001?) von dem "Beware of the Bull"-Schild und vom Gatter bei der Moyne Friary abschrecken lassen und sind nicht über den Zaun gehüpft... Wenn ich das so lese und die Bilder anschaue, haben wir wohl was verpasst...

    Danke, Nene!

  15. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 75
    Nene177
    Vielen Dank für Eure Kommentare .

    @ Biby
    Mit dem Banner ist das etwas schwierig. Da es ja so schmal ist, eigenen sich nicht alle Fotos.

    @ Manwecaen
    Da ich zuvor noch nie Monkfish gegessen hatte, fragte ich die Kellnerin, ob er mit einem anderen Fisch vergleichbar wäre. Sie sagte, dass Monkfish "meaty" ist. Als ich den Fisch dann probierte, war mir klar was sie mit "meaty" meinte. Hätte ich nicht gewusst, dass auf meinem Teller Fisch liegt, wäre ich wohl nicht drauf gekommen.

    @ greenFreddy
    Vielleicht verschlägt es Dich ja noch mal nach North Mayo. Den Bullen habe ich übrigens beide Male nur brüllen hören, aber nicht gesehen.

  16. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 76
    Manwecaen
    Interessant. Ich hab schon lange keinen Seeteufel mehr gegessen. Das "Fleisch" ist weiß und sehr fest (im rohen Zustand, zubereitet auch). Ich hab damals immer Filetstücke (eigentlich Schwanzstücke) gekauft und selbst in die Pfanne gehauen ... als Fisch hätte ich den wohl erkannt, auch wenn ich es nicht gewusst hätte. Aber das kann man immer schwer sagen, weil man es ja gewusst hat . Jedenfalls habe ich jetzt Lust bekommen und muss mal schauen, wo ich sowas her bekomme .

  17. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 77
    Nene177
    County Donegal – Glenveagh National Park, Amharclann Ghaoth Dobhair

    Freitag, 18. Mai und Samstag, 19. Mai 2018

    Am Freitag ging es nach Annagry im County Donegal . Nachdem ich mir mit Packen und einem letzten Schwätzchen mit Betty viel Zeit gelassen hatte, war es dann auch schon 12 Uhr, als ich mich auf die über 250 km lange Strecke gemacht habe.

    Kurz nach 14 Uhr bin ich in Drumcliffe nördlich von Sligo angekommen. Hier am Fuße des „Benbulben“ lege ich immer einen Stopp ein, wenn ich in der Nähe bin. Neben der „Drumcliffe Parish Church“, dem Grab von W. B. Yeats, dem alten Friedhof mit Hochkreuz und der schönen Aussicht gibt es hier im „Drumcliffe Tea House“ nämlich die wohl beste Berry Crumble in Irland .

    Nach einer Stunde ging es weiter Richtung Norden. Den nächsten Zwischenstopp habe ich im „Donegal Craft Village“ eingelegt, wo ich Bekannte besucht habe. Juwelier NIALL BRUTON, Weberin CLARE O'PRESCO und Filzerin MICHELLE MC KEE, kenne ich zum Teil schon seit 14 Jahren und gekauft habe ich bei ihnen natürlich auch schon einiges . Nach fast einem Jahr gibt es immer viel zu erzählen.

    Es war bereits 18 Uhr durch als ich bei Mary und Connie in Annagry angekommen bin. Vor dem Haus lag Border Collie Max, der schier ausflippte, als ich aus dem Auto stieg . Max weinte regelrecht, er bekam sich gar nicht mehr ein. Das ist schon irre, wie Tiere auf einen reagieren, wenn man es gut mit ihnen meint, obwohl man sie nur wenige Tage im Jahr sieht . Nachdem Max von mir abgelassen hatte, konnte ich dann auch Mary und Connie begrüßen. Eigentlich wollte ich vor 20 Uhr schon in „Leo’s Tavern“ sein, um noch etwas zu essen, aber Mary war mal wieder so lieb und hatte ein Dinner für mich vorbereitet; so war auch genug Zeit zum Quatschen . Auf ein Guinness ging es dann aber doch noch um 22 Uhr in „Leo’s Tavern“, auch um die „üblichen Verdächtigen“ wieder zu sehen .

    Der Wetterbericht für Samstag war recht gut, also habe ich mir für den Tag gleich eine Wanderung im „Glenveagh National Park“ vorgenommen. Samstags und sonntags fährt um 10 Uhr ein Wanderbus vom Visitor Centre zuerst zum Seiteneingang des Nationalparks und anschließend zum Hintereingang. Ich wollte nach einigen Jahren mal wieder die komplette Wanderung durch das Tal machen und zwar vom Hintereingang entlang des sogenannten „Bridle Path“ zum Castle und dann zum Visitor Centre.

    Am Vormittag war es bedeckt, windig und kalt. Da ich hoffte, dass die Sonne doch noch richtig rauskommen und das Licht besser werden würde, habe ich ziemlich getrödelt und aus der Wanderung eher einen Spaziergang gemacht . Außerdem habe ich ein ausgedehntes Picknick auf einer Bank oberhalb des Tales gemacht. Das Licht wurde tatsächlich besser , allerdings war mir bei der Warterei auch recht kalt geworden. Hoffentlich habe ich mir nichts weggeholt.

    Als ich schließlich am Nachmittag am Castle ankam, habe ich mich erstmal im Café aufgewärmt. Hier gibt es immer super leckeren Kuchen . Anschließend bin ich noch in den am Castle liegenden Gärten umhergestromert. Der Himmel zog leider am späten Nachmittag wieder mehr und mehr zu, so dass ich mich entschied, die 4 km zum Visitor Centre mit dem Shuttlebus zu fahren.

    Am Abend war ich im „Gweedore Theatre“ („Amharclann Ghaoth Dobhair“) zum Konzert der lokalen Irish Folk Band „The High Seas“. Die Band besteht erst seit Anfang 2018, wobei sich die drei Musiker Ciaran O'Maonaigh, Caitlin Nic Gabhainn und Cathal O'Currain schon seit vielen Jahren kennen und oft miteinander musiziert haben. Ciaran ist der Neffe und Patensohn der „ALTAN“-Frontfrau Mairéad Ní Mhaonaigh, die es sich an dem Abend natürlich nicht hat nehmen lassen, auch aufzutreten. Bevor „The High Seas“ die Bühne betraten spielte sie mit anderen einheimischen Musikern und anschließend noch mit ihrer Tochter Nia und ihrem Bruder und Ciaran’s Vater Gearóid.

    Das Konzert war super! Das Publikum und die Drei auf der Bühne hatten richtig viel Spaß. Ciaran und Caitlin hatte ich schon oft mit unterschiedlichen Bands in Donegal und auch in Deutschland gesehen und Cathal kannte ich von Sessions in Bunbeg und Umgebung, aber ich wusste nicht, dass er so gut ist .
    Ciaran und Caitlin sind übrigens miteinander verheiratet und sind zwischenzeitlich auch Eltern von einem Zwillingspärchen .

    Da ich ja bereits seit 2006 jedes Jahr in Gweedore bin, trifft man auch bei so einem Konzert immer wieder Leute, die man kennt. Nette Gespräche haben den schönen Tag noch abgerundet .

    Am Freitag hatte ich mal eine Fotografierpause eingelegt und so gibt es hier nur Fotos vom „Glenveagh National Park“ und vom Konzert http://nene177.magix.net/alle-alben/!/oa/7492140/.

  18. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 78
    Manwecaen
    Huch - was macht ein Krokodil im Bach vom National Park ... dachte ich mir im ersten Moment bei Bild 19 ...

  19. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 79
    Nene177
    Zitat Zitat von Manwecaen Beitrag anzeigen
    Huch - was macht ein Krokodil im Bach vom National Park ... dachte ich mir im ersten Moment bei Bild 19 ...
    Ich finde das Krokodil nicht .

  20. Reisebericht Clare-Galway-Mayo-Donegal-2018 # 80
    Manwecaen
    Zitat Zitat von Nene177 Beitrag anzeigen
    Ich finde das Krokodil nicht .
    Der Stein im Bach zwischen den Bäumen (rechts) hat für mich im ersten Moment wie der Kopf eines Krokodils (oder einer großen Echse) ausgeschaut ... ist wohl meine Fantasie mit mir durchgegangen ...

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