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  1. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 1
    -eire

    Wie sieht es jetzt wirklich aus?

    Hi Leute ,

    wir (mein Freund und ich) spielen immer noch mit dem Gedanken nach Irland zu ziehen. Da mein Freund Ire ist und ich Irland echt gerne mag haben wir schon oft darüber nachgedacht dorthin zu ziehen. Eigentlich dachten wir es wäre besser noch zu warten bis die "Krise" vorbei ist, da wir hier sichere Jobs haben und es nicht eilig haben . Aber nun haben wir gehört das die Hauspreise extrem niedrig sind und vielleicht wäre es blöd noch weiter zu warten, vorausgesetzt man hat einen Job dort. Weiß jemand wie es wirklich dort aussieht? Man hört und liest ja viel.... Kann mir jemand helfen ??? Vielen Dank
    Geändert von -eire (14.05.2012 um 11:49 Uhr)

  2. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 2
    walli
    Hi eire,

    "Wie sieht es jetzt wirklich aus?" - je nach Perspektive sieht es wirklich immer etwas anders aus

    ich zitier mal:
    "Gemessen am Einkommen, zählen die Iren noch immer zu den wohlhabenden Europäern. Aber das ist nur die halbe Wahrheit: Kein anderes Eurokrisenland ist so stark verschuldet wie Irland. Das Beratungsunternehmen McKinsey schätzt allein die privaten Verbindlichkeiten der 4,6 Millionen Einwohner auf rund 190 Milliarden Euro. In Relation zum Einkommen gesetzt, ist ihre Verschuldung damit um die Hälfte höher als in Spanien, doppelt so hoch wie in Griechenland und fast dreimal so hoch wie in Italien."
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-11686756.html

    Die Hauspreise sind gefallen, aber als "extrem niedrig" würde ich sie nicht bezeichnen- da ist noch viel Raum nach unten.
    Irland wird aus eigener Kraft, unabhängig von der Weltkonjunktur mMn keine Wende schaffen sondern ist extrem darauf angewiesen, dass es im Euro Raum aufwärts geht, somit keine erneute Rezession gibt.
    Klar, auch Deutschland leidet, wenn der Export runter geht - aber Irland steckt unglaublich tief im Sumpf.

    "In 2011 beträgt das Defizit rund 10 Prozent. Damit ist das Haushaltsloch in Irland größer als in anderen Krisenländern wie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien."

    Wenn wirtschaftlich alles gut laufen sollte (sieht es danach aus?), UND die Iren wieder zuversichtlich (unvernünftig?) hinsichtlich der künftigen Immobilienpreise werden, dann könnte man auch jetzt ein Haus kaufen. Dumm nur, wenn die Preise dann wieder (extrem?) nachgeben, und eine (berechtigte?) Panik einsetzt.

    Eine bemerkenswerte chinesiche Verwünschugn lautet: mögest Du in interessanten Zeiten leben.

  3. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 3
    feinbain
    Wir sind selber grade in Dublin auf Haus suche, aber gemessen an Baustandarts, qualitaet und wohnflaeche sind Hauser hier nach wie vor alles andere als billig.
    Ich sehe auch keine objektiven gruende wieso die Hauspreise nachhaltig steigen sollten, da es noch viel leerstand gibt, Baukredite ala Irland mit 90% finanzierung schwer zu bekommen sind. und es auch nur weng gruende fuer einen wirtschaftlichen aufschwung gibt....
    Wir suchen ein haus weil wir Nachwuch bekommen, wir auf laengere zeit hier bleiben wollen, und weil mein Arbeitsplatz vergleichweise sicher zu sein scheint (und ja, in der richten Jobs
    hat man in Irland nach wie vor ein gutes Einkommen).
    mein fazit fuer euch: "guenstige" Hauspreise koennen ein Anreiz sein, Auszuwandern (bzw
    nach Hause zu ziehen), aber ohne gute und sichere Jobs (oder ne menge ersparnisse) wuerde ich niemanden raten, derzeit hier ein haus zu kaufen (zumindest nicht im raum Dublin)

    cheers
    feinbain

  4. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 4
    Lipper
    Hei,


    wie sich die wirtschaftliche Situation in Irland darstellt kann ich leider von hier aus nicht beurteilen, moechte ich auch nicht. Aus Lebenserfahrung kann ich vielleicht raten ein Hauskauf, auch wenn er sich noch so guenstig ergibt, genau zu ueberdenken. Eine Immobilie ist immer so viel Wert wie ein anderer dafuer bereit ist zu bezahlen. Soll heissen wenn sich euere Arbeitsplaetze verlagern, kann es sehr schnell in Nachhinein sein das euer Haus teurer wird als anfaenglich gedacht.

    Es nuetzt ja nicht ein Haus in Kerry zu haben, aber Arbeit nur in Dublin zu finden. Nur so ein paar Gedanken von mir.

    Gruss Lipper

  5. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 5
    -eire
    Vielen Dank euch .

    Ja, das mit der Finanzkrise ist echt schon so eine Sache.... Und das mit den Jobs ist glaub ich gar nicht so schwierig, ich könnte eine Versetzung kriegen und mein Freund wird wohl dort einen Job bekommen... Würden ja auch nicht ohne Arbeitsplätze rüber gehen . Es geht auch um das Einkommen in Vergleich zu Deutschland. Freunde von meinem Freund sagen, wenn man in Irland einen einigermaßen guten Job hat kommt man gut über die Runden. Das kenne ich auch aus meinen Erfahrungen von dort noch, irgendwie lässt es sich dort besser leben . Da wir eh irgendwann dorthin möchten, würde sich es halt jetzt super anbieten . Es sei denn die Preise würden noch weiter sinken . Die Qualität von den meisten Häusern ist echt nicht viel wert, aber man kann ja wenn man es günstig genug bekommt auch noch was reinstecken . Ich versuche positiv zu denken .

  6. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 6
    Tschuli
    Die Frage ist natürlich auch, wer Euch einen Kredit gibt zum Hauskauf. Ich muß gestehen, dass ich mich da nicht sonderlich gut auskenne (d.h. würde z.B eine deutsche Bank einen Kredit für einen Hauskauf in Irland geben, auch wenn Ihr beide nicht mehr in Deutschland lebt und arbeitet?), aber die irischen Banken haben den geldhahn ziemlich zugedreht und die Bedingungen für eine Hypothek sind mittlerweile eher strenger als es sinnvoll ist. Dh. die Banken gehen ins andere Extrem. Feinbain kann in dieser Hinsicht bestimmt genauere Auskünfte geben, aber gerade war ein Fall im Radio (in einer Verbrauchersendung) wo eine Frau mit Vollzeitjob und solider Bonitätsgeschichte keinen Kredit für ein Auto bekam weil sie ihn allein und nicht gemeinsam mit dem Ehemann aufnehmen wollte. Wenn ich mich recht erinnere (?) war das AIB.

    Zudem sind ja auch abgesehen vom Hauskauf noch ein paar Dinge zu bedenken, wie z.B. die desaströse Situation im Gesundheitssystem. Und wo feinbain schon Kinder anspricht: wir haben 2 und arbeiten beide Vollzeit. Mein Partner arbeitet am Flughafen und kann dank Schichtdienst 2-4 Tage die Woche auf die beiden aufpassen. Die anderen Tage sind sie bei Tagesmüttern und die ältere zusätzlich morgens in der Montessori school. Ich bin Übersetzerin bei einer IT-Firma. Mein Gehalt ist also nicht riesig aber auch nicht am Mindestlohn. Trotzdem geht es mehr oder weniger komplett für Kinderbetreuung und Pendelkosten drauf.
    Und auch wenn mich nicht alle schlechten Wirtschaftsnachrichten persönlich treffen, hab ich doch oft ein sehr bedrückendes Gefühl in der Brust, denn sobald man das Radio anschaltet geht es immer nur um die unsichere Zukunftweitere und weitere Sparmaßnahmen. Die uns, nebenbei bemerkt, im Vergleich zu vor ein paar Jahre, jetzt schon mehrere hundert Euro Gehalt weniger pro Monat beschert haben.
    Ich weiß ja nicht, ob Ihr überhaupt nach Dublin wollt oder jemals Nachwuchs plant, aber für uns ist es finanziell schon schwierig.

    Ich lebe immer noch gern hier, aber wenn ich von der guten Wirtschaftslage in Deutschland höre trage ich mich schon mit Rückwanderungsgedanken, in die Nähe meiner Familie (und in die Sonne...hach!). Allerdings ist das für uns keine wirkliche Option.

  7. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 7
    yutha
    Eine Freundin von mir hat gerade Schwierigkeiten beim Hauskauf weil die hier in Cork gerne mal absinken und dann schweineteuer wieder untermauert oder so werden und das Schwierigkeiten mit der Versicherung gibt.
    Für mich ist der größte Grund nach Deutschland zu gehen, dass das Gesundheitssystem da eindeutig besser ist (ist mir seit der Geburt meines 2. Sohnes extrem wichtig geworden, weil er ziemlich kränkelt und wir hier Schweinegeld für Ärzte und Krankenhaus ausgegeben haben, Antibiotika aber keine wirkliche Hilfe bekommen haben). Weiß nicht, ob sowas für Euch vielleicht auch eine Rolle spielt beim Gedanken daran, nach Irland zu gehen.
    Außerdem haben wir feststellen müssen, dass mein Freund hier zwar gut verdient, die Lebenshaltungskosten aber so hoch sind (inkl. Arztkosten,... irgendwas fällt irgendwie immer an, was "mehr" kostet), dass der höhere Verdienst damit locker ausgeschöpft ist.

  8. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 8
    -eire
    Vielen lieben Dank für eure Antworten

    Wir werden einfach mal abwarten ob es sich was ergibt. Vielleicht warten wir auch noch eine Weile und gucken einfach mal wie sich alles entwickelt. Ich finde die irische Mentalität so angenehm , und auch sonst scheint es dort ein wenig ruhiger zuzugehen.

    Ich finde aber das in Deutschland das Krankensystem auch nicht 100 %ig ist. Ich kenne welche die ernsthaft krank waren und tief in der Tasche greifen mussten. Die musste überall zuzahlen und das trotz der hohen Krankenversicherungsbeiträge. Aber kann man sich nicht in Irland auch Privat versichern? Hab mal gehört es soll gar nicht so teuer sein. Aber vielleicht hat sich das auch schon wieder geändert.

  9. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 9
    yutha
    wir hatten uns wegen einer privaten Versicherung erkundigt - teuer und deckt auch nicht alles ab. klar hat das deutsche system lücken, ist aber um einiges besser als das irische und kinder kriegen in d alles bezahlt. auch geburtsvorbereitung und nachsorge ist in d um einiges angenehmer (ich hab den direkten vergleich), wenn man nicht gerade eine Hausgeburt machen will.

  10. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 10
    Irishmason
    In der Irish Times bruesteten sich die Spekulanten mit sich stabilisierenden Hauspreisen mit einem gewissen Anstieg !!!
    Es wird weiter spekuliert, obwohl hier ganze Viertel leer stehen. In Waterville schauen einen zig Haeuser aus traurigen leeren Augen an, das gleiche in Milltown, Tralee, Cahirciveen, Killarney.
    Kredite geben die Banken hier nicht mehr, es sei denn man legte einen groesseren Batzen auf die Theke. Das Land ist schlimmer verschuldet als die auf die immer mit dem Finger gezeigt wird und wir NIE aus der Misere kommen, mit oder ohne Fiscalpakt. Wir werden schneller das Punt bekommen als die Griechen, die sich wenigstens noch wehren und den Politikern den Mittelfinger zeigen, waehrend man hier wie die begossenen Pudel schoen artig zur Schlachtbank trottet.

  11. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 11
    feinbain
    @mason:
    Immer wenn ich jemanden hoere, der die Rueckehr zum Pfund vorhersieht schlage ich ihm
    folgenden Deal vor:
    Wir wollen in Dublin ein Haus kaufen, und haben etwa 80% Eigenkaptial auf unserem
    deutschen konto. Wenn Du soooooooooooooooo sicher bist das Irland zurueck zum pfund
    geht, dann kauf mir doch das Haus, und du bekommst ersparnisse in deutschen
    qualitaets euro. Wenn das Pfund zurueck kommt (und sich sofort aufgrund der schlechten
    wirtschaft abwertet, die neue Mark oder der Resteuro steigt, dann machst du ein super
    geschaeft! (da sind 20% provison fuer uns eigentlich ein schnaepchen).
    Komisch ist nur, das jeder von der "back to the pound" fraktion diesen Deal ausschlaegt.

  12. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 12
    Irishmason
    Mit Recht, da ich eher einem Zuhälter in Workuta glauben würde, als einem Banker.
    Im uebrigen will ICH nicht zurück zum Punt, gehöre also nicht zu der Fraktion, ich befürchte nur es wird dahin gehen, da die Finanzkreise uns in die Sch..... ob mit oder ohne Fiscal Union.

  13. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 13
    harald75
    Ich werf da auch mal schnell meine two cents in den Ring: Wir spekulieren die letzten drei Jahre hindurch immer wieder mit dem Kaufen, sind aber durch Jobs und Schule räumlich nicht sehr flexibel. Bislang haben uns die unvernünftig hohen Preise immer wieder davon abgehalten, aber derzeit ist es - zumindest in unserer Gegend - so, dass erstmals, seit wir 08 rüber sind, die Preise für die Häuser so halbwegs auf dem Niveau sind, dass man verantworten kann. Wir haben ein aktuelles Objekt der Begierde, das 09 zum Beispiel noch 475.000 gekostet hätte. Mittlerweile wäre das Haus (Erstbezug) deutlich unter 300 zu bekommen. Und - meine persönliche Meinung - dieser Preis wird nicht mehr viel fallen.
    Wir sind hier im Einzugskreis Dublin, daher eher hochpreisig angesiedelt. Wie weiter oben angemerkt, es gibt Tausende leer stehender Häuser und Estates. Aber die sind leider oft irgendwo am A der Welt, bzw. fernab von jedem denkbaren Arbeitsplatz. Insofern denke ich, dass diese Estates eher wenig Einfluss auf ein vernünftiges Haus in vernünftiger Lage bzw. den Wert dessen haben. Zumindest hoffe ich das ein Stück weit, weil unser Kaufentschluss mittlerweile so mit 90 Prozent feststeht.
    Ein Restrisiko bleibt natürlich immer bestehen, aber zumindest der Wiederverkaufswert in guter Lage sollte hoffentlich nicht mehr viel sinken, bzw. dann auch irgendwann wieder einmal ein wenig ansteigen. Denn bei uns wäre es eine Lebensabschnittsentscheidung. Das Cottage mit Meerblick folgt dann erst im Ruhestand

  14. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 14
    Irishmason
    Harald, Du kennst das Haus und wie es aussieht, Ferndiagnosen kann man nicht stellen und will ich auch nicht, aber wenn Du das Geld hast und Dein finanzieller Hintergrund stabil ist und Du nicht handelst wie viele hier, die 100 % finanzierten und nun dumm dastehen, dann kauf. Es kann ja nicht immer weiter runter gehen in der Wirtschaft und wenn es kracht (ich fuerchte es wird einen Crash geben) dann hast Du Eigentum, was viele Generationen vor uns praktizierten und damit auf der sicheren Seite waren. Also wenn Du Geld in der Hand hast, dann tus.

  15. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 15
    walli
    so, dass erstmals, seit wir 08 rüber sind, die Preise für die Häuser so halbwegs auf dem Niveau sind, dass man verantworten kann.
    Lieber Harald, wie meinst Du "verantworten" ? Dass es ab hier nur noch in einem Rahmen abwärts geht, innnerhalb dessen Du den Wertverlust tragen kannst ?

    Es kann ja nicht immer weiter runter gehen in der Wirtschaft und wenn es kracht...dann hast Du Eigentum, was viele Generationen vor uns praktizierten und damit auf der sicheren Seite waren.
    Stimmt, es kann nur bis auf NULL runter gehen. Na gut, im Extrem hat man die Ruine eines Hauses auf einem Grundstück, und musst noch Steuern zahlen. Ein bischen unter Null geht also doch, von von Jahr zu Jahr steigerbar.
    Keiner weiß, was die Zunkunft bringt. Aber überlegt Euch bitte folgendes:

    Die "Eigen"heimquote in Irland liegt bei über 80%, auf der Mehrzahl liegen Hypotheken der Banken, die allesamt pleite sind und vom Staat gestützt werden, der wiederum selber an den Kapitalmärkten nur aufgrund EU Sicherheitsleistungen noch neues Geld bekommt. Dies braucht er aber wiederum, da sein Defizit über 10% liegt (vor 2 Jahren sogar über 30%). Irland ist z.Z. pleite.
    Das kann alles noch lange gut gehen, evtl. ewig oder zumindest länger als man selber lebt (läuft für viele aufs selbe raus).
    Es ist aber auch nicht unrealistisch, dass eine sich selbst verstärkende Kettenreaktion eintritt, an deren Ende die Preise für Immobilien so niedrig sein können wie sie wollen, ohne dass noch jemand ein Haus kaufen möchte. Denn Immobilien sind nun einmal immobil, und wenn "weg aus Irland" die einzige Perspektive ist, dann ist ein Haus das letzte, was man auf die Reise mitnehmen möchte.
    Klar, überzeichnet, der Zustand würde hoffentlich keine 10 Jahre dauern, und wer dann noch haufenweise Geld (welche Währung?)/Gold hat, der wird irgendwann auch wieder spekulativ kaufen. Das Angebot wäre nur vielfach höher als die Nachfrage, besser wird es allein dadurch nicht.
    Wer sein Haus abbezahlt hat UND weiter Einkommen/Rente hat, mit der er sich Haus/Energie leisten kann, der könnte auch gelassen sein. Sofern ihn der Neid der überwiegenden Mehrheit nicht stört.

    Mir selber ist das Risiko eines Zusammenbruchs inzwischen deutlich zu hoch, als dass ich mich an dieses Land binden möchte. Wenn es kracht, dann aber ganz ordentlich, die Fallhöhe bei irischen Immobilien (zumal Raum Dublin) ist doch immer noch extrem hoch.

  16. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 16
    feinbain
    @walli
    ich denk wir schweifen vom thema ab, aber nur ein paar gedanken zu Deinem Post:
    -zeig mir ein land auf der erde, wo in der Hauptstadt bewohnbare haeuser incl Land fuer Null zu haben sind...
    -auch wenn die zeiten so schlecht werde, das wir den Postboten verspeisen, da der
    Kuehlschrank leer ist, muessen die leute irgendwo wohnen, wenn nicht im eigentum, dann
    halt in Miete, und die ist auch nicht umsonst
    -imobilien sind in der tat immobil, aber mit dieser logik wirst Du niemals ein haus kaufen
    koennen, egal in welchem land. Wer sagt Dir denn, das auch ein supersicherer Job in einem
    supersicheren land nicht in einigen jahren wegrationalisiert wird?

    fazit fuer uns: ja, preise koennen durchaus noch kraeftig sinken, aber die alternative ist ewig in miete zu wohnen, und ja, imobilien binden, aber auch da ist die einizige alternative auf
    immer in miete zu wohnen....

    nuff said

    (back to OT: Wenn Ihr wirklich nach Irland wollt, machts einfach. Hauskauf wird fuer euch
    eh erst nach einigen monaten realistisch, und eventuell ist ja die lage ueberschaubarer.

    cheers
    feinbain

  17. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 17
    jdv
    Die Situation in Irland ist nicht viel anders wie in Spanien. Als meine Mutter aus gesundheitlichen Gründen Spanien nach 20 Jahren verlassen musste waren Immobilien in der Lage noch richtig was wert, Meerblick und keine Hotelburgen in der Nachbarschaft. Das war 2006. Die Nachbarn wollten ihr Haus 2008 ebenfalls verkaufen. Es steht immer noch zum Verkauf, jetzt für ein viertel des ursprünglichen Preises. Mehr wird es die nächste Zeit nicht weil die Eigentümer wg. der schlechten medizinischen Versorgung (Rentner) zurück nach D mussten und natürlich jeder weiss das ihr Haus leersteht.

    Auch wenn Spanien nicht Irland ist, die Situation ist die gleiche. Alles auf Pump finanziert und die Blase ist geplatzt.

    So gesehen ist es natürlich ein guter Zeitpunkt zum kaufen wenn man einen langen Atem hat und evtl. Wertverluste aussitzen und abwarten kann bis die Preise in einigen Jahren wieder anziehen. Immerhin hat man sich die Miete gespart und Eigentum.

  18. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 18
    harald75
    Zitat Zitat von walli Beitrag anzeigen
    Lieber Harald, wie meinst Du "verantworten" ? Dass es ab hier nur noch in einem Rahmen abwärts geht, innnerhalb dessen Du den Wertverlust tragen kannst ?
    Tja, wie meine ich das? Ganz einfach: Gefühlsmässig stehen die Häuser hier in Blessington (und bitte immer beachten, wir sind hier nicht unbedingt ein Trend für die ganze Insel ...) auf einem Preis, der in Relation zur Bauart, zum Platzangebot, zu der Lage und Ausführung steht. Das war vorher imA nicht der Fall. Und wenn man bedenkt, dass der Immobilienmarkt in den letzten Jahrzehnten wie auch die Wirtschaft generell immer zyklisch war, sollte es nicht mehr zu weit nach unten gehen. Und danach hoffentlich wieder leicht bergauf, wenn mir auch klar ist dass es nie wieder in Richtung der Phantasiepreise gegen Ende der Nullerjahre gehen wird.
    Und verantworten auch im Sinne von EIgenkapital vs. Mortgage, Rückzahlungsbetrag und -zeitraum.

    Es stimmt auch nicht ganz, dass die Banken überhaupt keine Kredite mehr vergeben. Es ist nur heute viel schwerer einen zu bekommen. Dennoch bemühen sich die verbliebenen Banken jetzt wieder vermehrt dieses - für sie ja sehr gute - Geschäft anzukurbeln, allen voran die AIB. Keine neuen Mortagages bekommt man hingegen derzeit bei den arg gebeutelten "privaten" Mortgage-Companies, siehe www.start.ie

    Noch ein kleiner Nachsatz zu deinem weiteren Statement (und sorry an den OP, wir schweiffen hier gewaltig vom Thema ab irgendwie): Ja, es ist derzeit alles andere als rosig in Irland. Soweit gebe ich Dir Recht. Es ist aber auf der anderen Seite nicht so, dass wir nur mehr hier vorm Torffeuer sitzen und uns vor der nächsten Kartoffelfäule fürchten. Es kann und wird für Irland keinen Default geben, dazu ist die Wirtschaftskraft nach wie vor zu stark. Aber wir alle jammern auch auf relativ hohem Niveau, kommt mir vor.
    Klar, es ist nicht immer einfach, hier in etwas gebeutelten Zeiten zu sitzen (vor allem für die ohne Job ist es richtig hart), aber es muss und wird sich auch irgendwann wieder drehen. Sooner rather than later, hopefully.

  19. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 19
    feinbain
    Harald, sagst Du uns vorher bescheid wenn Ihr anfangt "new pounds" zu drucken?:-B

  20. Wie sieht es jetzt wirklich aus? # 20
    harald75
    Zitat Zitat von feinbain Beitrag anzeigen
    Harald, sagst Du uns vorher bescheid wenn Ihr anfangt "new pounds" zu drucken?:-B
    Feinbain, Du wirst der Erste sein, dem ich ein Testexemplar schicke Ein gutes Geschäft wäre es ja ...

    Vielleicht mit einem Bild von Jedward drauf, oder so?
    Geändert von harald75 (22.05.2012 um 12:03 Uhr)

+ Antworten
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  • feinbain22.05.2012, 13:38

    hmmmmmmmm Jedward, weiss nicht.... (obwohl ich den Eurovision song eigentlich ganz gut finde.....)

    evtl. koennte man ja gesponsorte sonderserien auflegen mit Motiven von great Irishman, so wie Muhamad Ali, Obama und Zorro....
    das oeffnet auch die option sich Noten mit dem eigenen Konterfei zu drucken.... und fuer 100 Euro bekommt man dann 500 Oiro (die notenpresse ist ja anscheinend in Irland eh eine beliebte Idee, um die Finanzkrise zu beenden.....

  • harald7522.05.2012, 13:42

    Na also, es ist doch so einfach, den Weg aus der Krise zu finden. Nur uns fragt ja keiner

  • walli22.05.2012, 17:30

    Zitat Zitat von harald75 Beitrag anzeigen
    Noch ein kleiner Nachsatz zu deinem weiteren Statement (und sorry an den OP, wir schweiffen hier gewaltig vom Thema ab irgendwie): Ja, es ist derzeit alles andere als rosig in Irland. Soweit gebe ich Dir Recht. Es ist aber auf der anderen Seite nicht so, dass wir nur mehr hier vorm Torffeuer sitzen und uns vor der nächsten Kartoffelfäule fürchten. Es kann und wird für Irland keinen Default geben, dazu ist die Wirtschaftskraft nach wie vor zu stark. Aber wir alle jammern auch auf relativ hohem Niveau, kommt mir vor.
    Klar, es ist nicht immer einfach, hier in etwas gebeutelten Zeiten zu sitzen (vor allem für die ohne Job ist es richtig hart), aber es muss und wird sich auch irgendwann wieder drehen. Sooner rather than later, hopefully.
    objection Euer Ehren ! gleich zweifach

    mMn schweifen wir keinesfalls vom Thema ab, schon gar nicht gewaltig.

    Die Frage war doch, wie derzeit die Immobilienpreise sind UND wie sie sich entwicklen ("...die Hauspreise extrem niedrig sind und vielleicht wäre es blöd noch weiter zu warten").

    Du bist also auf den Punkt beim Thema.

    Es kann und wird für Irland keinen Default geben
    Das sehe ich anders - es wird ihn hoffentlich nicht geben, ich halte ihn für unwahrscheinlich, aber eben nicht ausgeschlossen.
    What If Ireland Defaults? ist vom April 2012, und man würde sich wohl sehr weit vorwagen zu behaupten, dass es ohne jeden Anlass publiziert wurde.

    Bei statistischen 40k Euro PRIVATEN Schulden für JEDEN Iren PLUS beachtlichem Staatsdefizit wäre mein Rat eben, nur mit erheblicher Eigenkapitalquote einen Hauskauf/-bau zu wagen, sofern die persönlichen beruflichen Perspektiven günstig sind.
    Und ja, schon viele sind bestimmt glücklich geworden, wenn sie augenscheinlich unvernünftig aber im Endeffekt erfolgreich gehandelt haben. So ist das Leben

    @feinbain
    -zeig mir ein land auf der erde, wo in der Hauptstadt bewohnbare haeuser incl Land fuer Null zu haben sind...
    kann ich nicht, mein Tip wäre Somalia. Ich schrieb von "Extremfall" und "Ruine". Und schob dann später noch ein "Klar, überzeichnet" als letzte Absicherung nach, scheint nicht geklappt zu haben.
    -auch wenn die zeiten so schlecht werde, das wir den Postboten verspeisen, da der
    Kuehlschrank leer ist, muessen die leute irgendwo wohnen, wenn nicht im eigentum, dann
    halt in Miete, und die ist auch nicht umsonst
    Da hast Du im völlig recht. Ich erinnere mich aber auch an Berlin in den 90ern - da konnte man (vor allem bei Studis beliebt) mietfrei wohnen, sofern man heizte und ggf. noch einfachste Erhaltungsmaßnahmen selber vornahm. Einfach irre viel Leerstand, Sondersituation. Ich würd nicht meinen Kopf drauf wetten, dass ähnliches in billigsten Gegenden Dublins nicht eintreten könnte.
    -imobilien sind in der tat immobil, aber mit dieser logik wirst Du niemals ein haus kaufen
    koennen, egal in welchem land. Wer sagt Dir denn, das auch ein supersicherer Job in einem
    supersicheren land nicht in einigen jahren wegrationalisiert wird?
    Eine Möglichkeit und aus meiner Sicht größes Glück wäre eine Verbeamtung auf Lebenszeit - nur weil Du fragtest und weil meine Frau das hinbekommen hat, ich werd ihr ewig dankbar sein. Ein allgemeingültiges Rezept ist das nicht.


    Es geht aus meiner Sicht schlicht um Wahrscheinlichkeiten. Jeder sollte für sich die Fakten bewerten und einschätzen, daran ausgerichtet für sich eine Entscheidung treffen.

  • harald7522.05.2012, 17:43

    Zitat Zitat von walli Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders - es wird ihn hoffentlich nicht geben, ich halte ihn für unwahrscheinlich, aber eben nicht ausgeschlossen.
    What If Ireland Defaults? ist vom April 2012, und man würde sich wohl sehr weit vorwagen zu behaupten, dass es ohne jeden Anlass publiziert wurde.
    Hmpf - naja, vorweg - ich kenne das Buch nicht. Wenn ich mir aber so ansehe, dass einer der Hauptbeitragenden Declan Ganley ist, dann zweifle ich etwas an der Unvoreingenommenheit der Autorenriege Auch Sean Barrett als Autor dabei unterstützt meine These.
    Aber: Natürlich habe ich mich falsch ausgedrückt: Es KANN durchaus einen Default geben, die Möglichkeit ist in jedem Land der Welt theoretisch gegeben. Und ich will auch nicht beschönigen, dass es im Augenblick gewaltig kriselt. MMn sind wir aber von einem wirklichen Katastrophenszenario noch meilenweit entfernt- auch ganz ohne grüne Brille .

  • -eire24.05.2012, 09:51

    Also ich finde es alles eigentlich ganz interessant und bin nicht der Meinung wirklich vom Thema abgekommen zu sein . Wir warten einfach nochmal ein bisschen ab und studieren weiter die Jobangebote .

  • Lustaufmeer24.05.2012, 23:53

    Genau deshalb habe ich Deutschland verlassen, alle meckern nur. Habe hier gleich ein Job gekriegt und verdiene besseres Geld als in Germany. Mittlerweile gibt es auch nur Dumpingloehne in Deutschland, aber Leute beschweren sich immer. Kann ein schoenes Haus fuer 150.000 kaufen, was in Deutschland nicht moeglich ist, hab das Meer, lange Sommerabende und man darf nicht vergessen dass die Welt ueberfuellt ist (Irland nicht). Landwirtschaft ist die Zukunft, Irland wird profitieren wenn andere hungrig sind. Investiert wird hier auch und sieht garnicht so schlecht aus.

  • Lustaufmeer25.05.2012, 00:00

    Wegen Mortgage brauchst du eine Vollzeitstelle (Probezeit muss abgelaufen sein), mind. 10% deposit, die letzten 3-6 Gehaltszettel. Was fuer 100.000 angeboten wird, bekommt man schon fuer 60.000 usw. (in den meisten Faellen)

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