• Longford – Paradies für Angler

    Longford ist ein kleines County Irlands rund um die gleichnamige Stadt. Von der Hauptstadt Dublin ist Longford rund 120 Kilometer entfernt. Das County liegt in Zentralirland zwischen Dublin an der Ostküste und Galway und Sligo an der Westküste. Longford hat nur rund 13.000 Einwohner, von denen 40 Prozent in Longford Town und Umgebung leben. Die Stadt ist der Sitz des römisch-katholischen Bistums Ardagh. Landschaftlich ist das zentralirische County sehr reizvoll. Wegen seiner zahlreichen kleinen Seen gilt es als Paradies für Naturfreunde und Angler.

    Geschichtliches über Longford

    Die Stadt Longford wurde von den Wikingern gegründet. Damals hieß der Ort „Long Phoirt“ als Kombination aus den irischen Begriffen für Schiff und Hafen. Im 15. Jahrhundert übernahmen hier lokale Clans die Macht und Longford wurde auch als „Longport ui Fhearghail“ nach einem 1400 gegründeten Dominikanerkloster benannt.

    Der Lough Ree - Gemütliche Fischerdörfer und kleine Inseln

    Paradies für AnglerEingebettet zwischen den Countys Westmeath, Roscommon und Longford liegt der 26 Kilometer lange zentralirische See Lough Ree. Er ist der zweitgrößte See am Lauf des Shannon. Zu erreichen ist der See über die beiden Ortschaften Lanesborough und Athlone. In Athlone gibt es auch einen kleinen Hafen. Der Lough Ree ist ein beliebtes Ausflugsziel, bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen. Er ist zum Bootfahren und Angeln freigegeben. Unbedingt sollte man die Insel Inchcleraun im Norden des Lough Ree besucht haben. Dort befinden sich die Überreste eines alten Klosters des Heiligen Diarmuid sowie einer frühchristlichen Kirche. Besichtigen sollte man hier auch die Colgas Kapelle. Um die Insel und den Lough Ree ranken sich viele Legenden. Eine erzählt von der mythischen Königin Medb und ihrer Schwester Clothru, die in einer Burg auf der Insel gelebt haben sollen. Von außerordentlicher landschaftlicher Schönheit ist die Halbinsel Rhindoon, die an einer Engstelle zwischen dem südlichen und dem nördlichen Ende des Sees liegt. Das Ufer des Lough Rees ist von zahlreichen Mushroom Stones umgeben. Dabei handelt es sich um pilzförmige Kalksteine, die vom Wasser ausgespült wurden und so ihre charakteristische Form erhielten.

    Urlaub am Lough Ree

    Die Ufer des Lough Ree sind recht flach und von Bäumen bewachsen. Dies sorgt dafür, dass man viele versteckte Buchten und landschaftlich schöne Flecken entdecken kann. Auf den kleinen Inseln im See lebten früher Aalfischer. Heute gibt es dort Ferienheime und gemütliche Ferienhäuser, die von immer mehr Urlaubern entdeckt werden. Auf Inchcleraun erzählt man sich viele Geschichten rund um den Quäker Fairbrother, der dort im 19. Jahrhundert das Fairbrother‘s House errichtete, dessen Ruinen noch heute zu sehen sind. Angeblich soll er dafür Steine von der Colgas Kapelle benutzt haben. Daraufhin habe der Heilige Diarmuid alle Tiere auf der Insel verrückt werden lassen, bis Fairbrother gelobte, die heiligen Steine nicht mehr zu verwenden.

    Longford - Ein Paradies für Angler

    Für Angler ist Longford ein wahres Paradies, denn entlang des Shannon und in den Seen gibt es einen guten Fischbestand und beste Angelgelegenheiten. Als begehrteste Angelreviere gelten die beiden Dörfer Ballyleague und Lanesborough, die an das County Roscommon grenzen und am Ufer des Shannon liegen. Als Alternative zum Angeln am Ufer, lohnt es sich auch mit dem Boot herauszufahren und im Shannon oder im Lough Ree sein Glück zu versuchen.

    Sehenswürdigkeiten in Longford Town und Umgebung

    Das Wahrzeichen von Longford Town ist die Kathedrale. Sie ist dem Heiligen Saint Mel geweiht, der einst das Bistum Ardagh begründete. Das Gebäude wurde nach den Plänen des Baumeisters John Benjamin Keane errichtet. Äußerst sehenswert sind die von Harry Clarke ausgeführten Bleiglasarbeiten in der Kathedrale. Vor den Toren von Longford Town befindet sich das Corlea Trackway Visitor Centre. Hier kann man durch eine einzigartige Moorlandschaft spazieren, unter anderem auf einer Straße, die aus Eichen gebaut wurde, die aus der Eiszeit stammen. Am Fuße der Slieve Gauldry Hügel liegt das 1260 erbaute Moydow Castle, dessen Ruinen besichtigt werden können. Ansonsten ist in Moydow die katholische Kirche von 1838 besonders sehenswert.