• County Louth – Irlands kleinste County

    County Louth (Irisch: Contae Lú) liegt nördlich von Dublin an der irischen Ostküste sowie an der Grenze zu Nordirland in der irischen Provinz Leinster (Irisch: Cúige Laighean). Irlands flächenmäßig kleinste County misst nur 826 Quadratkilometer, ist aber mit etwa 123.000 Einwohnern nach der Hauptstadt Dublin, Irlands am dichtesten besiedelte Region.

    Mythologie

    Der irische Name des Countys Lú leitet sich von der keltischen Gottheit Lugh ab, dem Gott des Getreides, dessen Feiertag Lughnasadh im August den Beginn der Erntezeit markiert. Viele Orte der County sind mit der irischen Mythologie eng verknüpft. Das Nationalepos "Der Rinderraub von Cooley" spielt auf der malerischen Halbinsel Cooley nahe dem Städtchen Dundalk. In dem heute eher verschlafenen Marktstädtchen Ardee (Baile Atha Fhirdiadh) tötete der Held des Epos, Cuchulainn, seinen Freund Ferdia.

    Sehenswürdigkeiten

    Von Dublin aus bietet sich ein Tagesausflug über Drogheda nach Dundalk an:
    Die Stadt Drogheda (Droichead Átha) ist die größte Stadt des County Louth. Sie verfügt über einen noch aus der Wikingerzeit stammenden Hafen. Hier befindet sich auch Millmount, ein prähistorischer Hügel, auf dem im 18. Jahrhundert Kasernen errichtet wurden. Diese beherbergen heute ein Museum, das zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Auch St. Lawrence's Gate sollte man bei einem Besuch in Drogheda nicht verpassen: Es ist eines der besterhaltenen Stadttore Irlands.

    Interessant ist auch ein Besuch der St. Peter's Church, die im 19. Jahrhundert im neogotischen Stil erbaut wurde. Hier wird der Kopf des 1975 heiliggesprochenen Erzbischofs von Armagh, Oliver Plunkett (1625-1682) als Reliquie aufbewahrt.

    Nach dem Rundgang durch Drogheda geht es weiter Richtung Dundalk. Auf dem Weg liegen zwei historische Stätten, die einen Besuch lohnen: Die Ruine von Mellifont Abbey, das 1142 von den Zisterzienser errichtet wurde. Damit ist es das älteste Zisterzienserkloster Irlands. Bis heute gut erhalten ist der Waschraum der Mönche.

    Etwas weiter liegt die Ruine des Klosters Monasterboice, das bereits im 5. Jahrhundert gegründet wurde. Beeindruckend sind die aus dem 8. bis 12. Jahrhundert stammenden Hochkreuze, die sich auf dem Klostergelände befinden. Unter ihnen ist das prächtig verzierte Muirdach's Cross - ein Juwel mittelalterlicher Steinmetzkunst.

    Von dort geht es weiter nach Dundalk (Dún Dealgan), einem lebhaften Städtchen nahe der Grenze zu Nordirland. Im Zentrum der Stadt gibt es eine beachtliche Zahl von Pubs, die zur Einkehr einladen, bevor es wieder die ca. 70 km nach Dublin zurückgeht - oder weiter nach Nordirland.

    Schnell von Dublin aus erreicht ist auch das am River Boyne gelegene Dorf Slane. Slane Castle, eine außerhalb des Ortes liegende Burg, ist berühmt geworden für Konzerte internationaler Rockgrößen wie den Rolling Stones, Bob Dylan oder Bruce Springsteen.

    Der Legende nach entzündete der heilige Patrick im Jahr 433 auf dem Hill of Slane im Norden des Dorfes ein Osterfeuer. Hier wurde im 16. Jahrhundert ein Franziskanerkloster errichtet, dessen Ruine heute eine Besichtigung lohnt - vor allem, weil der Turm noch begehbar ist. Dieser bietet bei gutem Wetter eine tolle Aussicht über das Boyne-Tal.

    Newgrange


    Faszinierende Frühgeschichte

    NewgrangeAm Ufer des Boyne im County Louth befindet sich eine der größten Attraktionen Irlands: Die Ganggräber von Newgrange, Knowth und Dowth. Newgrange und Knowth können im Rahmen einer Führung besichtigt werden - frühzeitige Planung und Anmeldung ist gerade in der Hauptreisezeit ratsam. Die Ganggräber sind geschätzte 5000 Jahre alt - und damit älter als die ägyptischen Pyramiden! Newgrange ist bekannt dafür, dass nur an einem Tag im Jahr, nämlich am 21. Dezember zur Wintersonnenwende, die Strahlen der Morgensonne durch einen 20 Meter langen Gang fallen und die Grabkammer erleuchten.

    Beste Reisezeit

    Das berühmte irische Wetter ist das ganze Jahr über wechselhaft, aber immer mild. Mehrmals täglich können sich Sonne und leichte Schauer abwechseln. Die beste Reisezeit ist Frühling, Sommer oder Herbst. Im Winter kann es für Outdoor-Aktivitäten zu nass werden.

    Jedes Jahr im August ist das kleine Städtchen Ardee Schauplatz des "Turfman Festival" mit zahlreichen Aufführungen und Aktivitäten in den Straßen.