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Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney

  1. Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney Beitrag #1
    Grauer
    Avatar von Grauer

    Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney

    So, nun der abschließende 4. Teil unseres Reiseberichtes vom Kerry Way.

    10. Tag, 12. Juni 2011, Sneem-Kenmare

    Die heutige Etappe nimmt bei unserer Rundwanderung auf dem Kerry Way einen besonderen Platz ein, doch dazu später mehr. Bisher hatten wir mit dem Wetter übermäßig Glück gehabt. Die Temperaturen waren erträglich und „Wandererfreundlich“, das von oben kommende Wasser nicht geeignet unsere Regenklamotten zu durchnässen und der Wind hat uns eigentlich auch in Ruhe gelassen. Aber heute gab es für uns den Schlag ins Kontor. Es hatte in der Nacht ausgiebig geregnet, ohne dass dabei die Temperaturen in den Keller gegangen waren. Schon mit verlassen des B&B machte sich die aus der hohen Luftfeuchtigkeit und den bereits relativ warmen Temperaturen resultierende Schwüle bemerkbar und uns zu schaffen. Nach gut einem Kilometer gelangten wir in Sneem kurz hinter der Apotheke wieder auf die bekannten Hinweisschilder zum Kerry Way. Aber seltsamerweise haben wir erstmals heute bewusst wahrgenommen wie gebeugt das Männchen auf den Schildern daherkommt, vielleicht hätte uns das zu denken aufgeben sollen.
    Die Etappe Sneem – Kenmare war mit über 28 Kilometern streckenmäßig die längste und mit 558 Höhenmetern vergleichbar mit der Etappe Glenbeigh – Cahersiveen, also durchaus anspruchsvoll aber machbar. So zuckelten wir also los und es ging gleich bergan auf mit Hecken gesäumter Straße. Bereits nach einem Kilometer wurde die Straße zum Fahrweg und es matschte nun bei jedem Schritt unter den Füßen. In leichten Wellen zog sich der Weg durch Buschland um dann in einen Pfad überzugehen. Wie im Treibhaus kamen wir uns vor. So weit das Auge reichte aufsteigender Dunst und tiefhängende Wolken. Der Schweiß tropfte uns bereits aus allen Knopflöchern, als wir nach der eher unscheinbaren Kunstgalerie Brushwood für kurze Zeit in einen Wald gelangten der an der N 70 endete. Leider mussten wir der N 70 für den nächsten Kilometer folgen, da es Sonntag war gab es aber kaum Verkehr. Endlich von der N 70 runter ging es dann durch weitgehend offenes Buschland weiter in Richtung Tahilla. Der Weg ähnelt hier mehr einem Hindernispfad, es ging über Eisenbahnschwellen, durch große Pfützen und immer wieder schlammigen Untergrund. Das „sratsch sratsch sratsch“ unserer Schritte ist bis heute in Erinnerung geblieben, ebenso wie diese unglaubliche Schwüle. Durch Büsche und Hecken konnten wir immer wieder einen Blick auf den Kenmare River und die in Wolken verhüllten Berge der Beara Halbinsel werfen, ohne dabei jedoch Aufmunterung zu erfahren. Irgendwie war heute der Wurm drin, alles zog sich dahin wie Kaugummi und allmählich überkam uns Monotonie. Da stellte die mitten in der Einöde, unmittelbar an der N 70 gelegene Kirche schon eine Besonderheit dar. Pause, Rucksäcke runter, trinken und tief durchatmen. Bis Blackwater Bridge waren es von hier nach Karte noch 7 Kilometer, davon 6 Kilometer auf Wegen, die , so stellte sich bald heraus, den Namen eigentlich nicht verdienten. Den Derrygarriff zur linken und den Kenmare River auf der rechten Seite geht es durch offene Moorlandschaft bis an ein kleines Wäldchen. Wie nach „Mittelerden“ versetzt kommt man sich beim durchschreiten des Waldes vor. Der Weg führt hier ein paar hundert Meter über große Schiefer- und Felsplatten durch einen Tunnel aus Bäumen, flankiert von uralten Steinmauern. Man wartet förmlich auf das Erscheinen der Hobbits. Unmittelbar hinter dem Wald stößt man wieder auf einen befestigten Weg und bewohnte Häuser. Hier kam es völlig unvermittelt zu einer unangenehmen Begegnung mit Hunden, bei der uns richtig mulmig wurde. Es ist echt kein Spass, wenn sich zwei undefinierbare Exemplare mit gefletschten Zähnen und aufgestellter Nackenbürste in den Weg stellen und weit und breit kein Eigentümer zu sehen ist. Ganz langsam haben wir uns an den Hunden, begleitet von wütendem Kläffen, vorbeigemogelt und schleunigst entfernt. Na Toll, wenigstens war die Monotonie durchbrochen, wenngleich auf eine nicht wünschenswerte Weise. Dermaßen „aufgerüttelt“ stand der Anstieg über einen kleinen Hügel an. Nach Karte nur 119 Meter hoch ... aber der Weg! Eine einzige Quälerei durch knöcheltiefe Pampe, bis zum „Gipfel“ mehr rutschen denn gehen. Aber wieder einmal ein toller Ausblick. Voraus in zwei Kilometer Entfernung der bewaldete Taleinschnitt des Blackwater River und rechts der Kenmare River, zwar immer noch unter tiefhängenden Wolken, aber trotzdem schön. Schon ziemlich geplättet ging es dann leicht abfallend über eine Kuhweide weiter in Richtung Blackwater Bridge. Ungefähr einen Kilometer vor der Brücke kamen wir in ein kleines Wäldchen: wieder Mittelerden? Beim Anblick der Ruine, aus der ein Baum herauswächst, fühlt man sich ins Bühnenbild vom Herrn der Ringe versetzt. Gegen 13.00 Uhr erreichten wir dann zur zweiten Rast des Tages bei einsetzendem Regen Blackwater Bridge. Tärröhh! Irgendwie war Pappnasenalarm. Elende Schwüle, schon schlappe Wanderer und jetzt noch Regen, aber kein schöner Landregen sondern nur so ein Nieselzeug. Bringt nicht wirklich Abkühlung, macht aber auf Dauer trotzdem nass und die Atmosphäre noch schwülstiger als sie ohnehin schon war. Erstmals keimten Gedanken auf, den Daumen der rechten Hand an die Straße zu halten. Da Blackwater Bridge aber nun wirklich kein idealer Rastplatz ist und unser Ambitionen zum Trampen noch nicht wirklich ausgeprägt waren, brachen wir nach kurzer Rast wieder auf. Und irgendwer hoch am Himmel hat dann auch den Wasserhahn zugedreht! Über einen neben der N 70 verlaufenden Waldweg gelangt man schließlich auf einen Pfad und an das Ufer der Bucht des Blackwater River. Wieder großes Kino. Am Lackeen Point ist Kanada (siehe Foto)! Schön das es hier einen Tisch mit Sitzbänken gab, wir hatten den Platz für die dritte, eigentlich zweite Rast gefunden. Vielleicht haben wir die Pause zu lange ausgedehnt oder in zu kurzem Abstand zur vorhergehenden gemacht, jedenfalls war von nun an der Dampf raus. Der weitere Weg verlief am Ufer entlang durch Wald und wieder langsam ansteigend nahe an die N 70 heran. Und das stellte eine Verlockung dar, in deren Folge Komödie und Tragik im Wechsel auf den Plan traten. „Ich mag nicht mehr, ich will nicht mehr, ich trampe jetzt“, kurz und knapp, aber unbeirrbar das Statement meiner Frau. Nun war guter Rat teuer, was machen? Sie wollte die Etappe beenden, ich aber unbedingt noch Cappanacush Castle sehen. Gemeinsamer Entschluß: Sie trampt, ich fotografier das Auto und Nummernschild (zur Sicherheit) und gehe allein weiter. So kam es zur Komödie am Abzweig nach Coomnakilla. Tapfer hält sie also ihren Daumen raus und nach einigen vorbeigerauschten Autos hält 15 Minuten später ein kleiner blauer Fiat. Ich stand 50 Meter entfernt auf der anderen Straßenseite und traute meinen Augen nicht, was sich nun abspielte, fast wäre mir vor Lachen die Kamera aus der Hand gefallen. So bilden drei Fotos den Beweis: zuerst Kontaktaufnahme mit dem Fahrer bei geöffneter Beifahrertür, dann schließen dieser und öffnen der Heckklappe... nur um darin einzusteigen und schließlich wieder auszusteigen um dann doch auf der Beifahrerseite Platz zu nehmen (Text ist mit meiner Frau abgesprochen und so genehmigt!). Einige Stunden später haben wir uns in Kenmare darüber köstlich amüsiert. Auf dem Beifahrersitz lag ´ne Gitarre und hinten auf der umgeklappten Sitzbank lag ein Hund. „Use Backdoor“ hat der Fahrer zu ihr gesagt, woraufhin sie verblüfft genau darüber ins Auto eingestiegen ist. „Oh no, not you, I mean the Rucksack” klärte dann das Missverständnis auf. 20 Minuten später und um ein Abenteuer reicher war meine Frau dann wohlbehalten in Kenmare angelangt und hatte wieder einmal ausgiebig Zeit für die Konversation mit den B&B Betreibern.
    Nun zog ich also allein zum Show down der restlichen Etappe los. Dromore Castle: durch einen hohen Zaun hermetisch von der Aussenwelt abgeschlossen. Cappanacush Castle: im dichten Wald versteckt und nicht gefunden. N 70: für 3 Kilometer entlanggelatscht und brennende Füße eingefangen. Old Templenoe Church: gesehen und entmutigt ob des Umgangs mit Kulturgut. Pat Spillane´s Pub: allein hatte ich keinen Bock. Templenoe New Church: bis heute nicht verstanden warum die Leute nicht in der alten Kirche geblieben sind. Was war ich froh die N 70 endlich verlassen zu können um nach Norden in den Anstieg zum Lacka zu gelangen. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, durch welch Bogland sich die letzten 8 Kilometer ziehen, ich wäre auch noch getrampt. So kam es zur Tagödie des Tages: one lonely Walker in the Swamp! Den Anstieg zum Lacka ging es über eine „bewohnte“ Pferdekoppel. Der Weg zertrampelt und eine einzige Sumpffläche. Den Lacka abwärts über staunasse Kuhweide um dann hinter Dunkerron auf gar keinem erkennbaren Weg den höchsten Punkt des Gortamullin zu erreichen. Ohne die in weiten Abständen stehenden Wegmarkierungen hätte es eines Kompass bedurft um die Richtung halten zu können. Und die gesamte Zeit nur Boghy Track , wenngleich auch berauschende Rundumsicht. Schön das Kenmare vom Gortamullin aus ständig in Sicht war, so verging die Zeit bergab doch wenigstens mit tollem Ausblick. Die Wiedersehensfreude am Druide Cottage, unserem B&B for the Night, war groß und nach Dusche und in frischen Sachen saßen wir noch lange bei Kaffee vor dem Haus.
    Hier beschlossen wir auch einvernehmlich und wohlüberlegt, die Wanderung auf dem Kerry Way für beendet zu erklären. Die heutige Etappe hatte eindeutig Spuren hinterlassen und wir wollten diesen bisher traumhaft verlaufenen Urlaub nicht noch durch eine frustrierende letzte Etappe nach Killarney trüben. Also beschlossen wir, am nächsten Tag mit dem Bus nach Killarney zurückzukehren.

    11. Tag, 12. Juni 2011, Kenmare-Killarney

    Den heutigen Tag schildere ich in kurzen Sätzen, ansonsten wird nur ein Roman daraus.
    Busse nach Killarney fahren nur zweimal am Tag. Der erste um kurz nach 08.00 Uhr, der zweite nachmittags um 16.00 Uhr. Den ersten haben wir gründlich verpasst und auf den zweiten wollten wir nicht warten. Ergo sind wir an die Ausfallstraße R569 gezuckelt und haben den Daumen rausgestreckt. 30 Minuten später saßen wir bei Jill im Auto und konnten knapp die Hälfte der Strecke bis Killarney mitfahren. Den zweiten Abschnitt fuhren wir bei John aus Limerick in einem Lieferwagen mit. Er hat uns kurz vor der Mittagszeit direkt am Railway Hostel abgesetzt. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Einkäufen (Frühstück etc fürs Hostel, you know) und Stadtbummel einschließlich Festmahl zur Ehre des Tages. Dabei haben wir uns Gedanken für den kommenden Tag, unserem eigentlichen Ruhetag, gemacht. Sightseeing in und um Ross Castle sollte anstehen.

    12. Tag, 13. Juni 2011, Killarney

    Nach erfolgreichem Wettlauf um zwei der wenigen Tassen und anschließend grandios aufgepepptem Frühstück sind wir bei klasse Wetter an der St. Mary´s Cathedral vorbei durch den Park zum Ross Castle geschlendert. Ein krasser Kontrast zur Einsamkeit und Ruhe der vergangenen Tage. Nunmehr selbst Touri unter vielen wurde es uns erst richtig bewusst wie sehr wir „runter“ gekommen waren. Voll entspannt konnten wir die Führung durch den Wohnturm genießen (und können die Führung auf jeden Fall empfehlen). Im Anschluß sind wir dann eher zufällig an den Bootssteg gelangt und haben uns spontan für eine Bootstour im offenen Boot über die Lakes entschlossen. Zusammen mit zwei Kanadiern, zwei Iren und dem Bootsführer haben wir erstklassige Stunden verbracht. Innisfallen Island mit den Resten der gleichnamigen Abbey, Meeting of the Waters beim zusammentreffen der drei Seen und Tomies Mountain von der Seeseite waren jeden Cent wert. Absolut unterhaltsam unser Bootsführer. Wenngleich sein Ausspruch „Scottsmen ever lies, Irishmen ever say´s the true“ wohl nicht ganz Ernst genommen werden darf, hatte er doch eine Menge an Informationen rund um die Irische und speziell die Geschichte Killarney´s parat. Ein Highlight das dann doch leider viel zu schnell zu Ende war. So sind wir dann im Bewusstsein, einen Super Urlaub verbracht zu haben in die Stadt und später ins Hostel zurückgegangen. Die Reisetaschen haben wir schon mit Wehmut gepackt und den Abend in aller Ruhe vor dem Hostel ausklingen lassen.

    Fazit:

    Der Kerry Way ist eine Wanderung mehr als nur wert. Allerdings sollte man schon was einstecken können, man wird schon arg gefordert. Für Familien mit Kindern können wir den Weg nicht empfehlen und stellen uns damit gegen die Aussage die im Outdoor-Handbuch getätigt wird. Oftmals, fast überwiegend, sind die Wegekonditionen doch schon extrem und fordern die volle Aufmerksamkeit und Ausdauer. Was uns am besten gefiel ist der Umstand, das der Weg touristisch nicht überlaufen ist und man unmittelbar an der grandiosen Natur teilhaben kann. Wir haben nachgerechnet und tatsächlich in der gesamten Zeit nur 10 Leute auf den von uns gelaufenen fast 190 Kilometern getroffen. Im Schnitt also pro Tag 1 Wanderer, ansonsten nur Ruhe, Insektengesumme, Wind, blökende Schafe und der eigene Atem. Für Leute die so was lieben ideal um im Urlaub abzuschalten.
    Die Besonderheiten der Irischen Mentalität taten für uns ein Übriges zur wunderschönen Natur hinzu, sodass wir schon für unseren nächsten Abstecher auf die Grüne Insel planen, übrigens ist Grüne Insel eine absolut zutreffende Bezeichnung. Mal sehen wie sich der Beara Way ausnimmt !

    Für Interessierte hier noch ein paar Links zu Fotos der einzelnen Etappen.

    http://picasaweb.google.com/10689027...neyBlackValley

    http://picasaweb.google.com/10689027...leyLoughAcoose

    http://picasaweb.google.com/10689027...cooseGlenbeigh

    http://picasaweb.google.com/10689027...ighCahersiveen

    http://picasaweb.google.com/10689027...veenWaterville

    http://picasaweb.google.com/10689027...lleCaherdaniel

    http://picasaweb.google.com/10689027...herdanielSneem

    http://picasaweb.google.com/10689027...11SneemKenmare

    http://picasaweb.google.com/10689027...011Killarney02


    Sollte Jemand mehr Informationen zu den von uns genutzten B&B´s oder zur Wanderung selbst haben, dann bitte einfach melden. Wo wir können geben wir gerne Auskunft.
    Angehängte Grafiken

  2. Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney Beitrag #2
    Dairbhre
    Avatar von Dairbhre

    Zuerst mal vielen Dank für diese tollen Beschreibungen eurer Wanderung am Kerryway.
    Besonders die Entscheidung, am Ende dem Spass an der Sache den Vorrang zu geben, bevor die schönen Erfahrungen im wahrsten Sinne getrübt und verwässert werden.

    Viele deiner Anmerkungen machen nachdenklich.
    Ich kenne die meisten Strecken nun seit mehr als 10 Jahren und es hat sich seitdem viel verändert. Im Moment sieht es so aus, als würden ein paar Jahre einfach so von der Wanderkarte radiert und der alte Kerryway kommt wieder zum Vorschein. Der bestand allerdings weniger aus Trampelpfaden als jetzt und führte in grossen Stücken so nah an der N70, dass man mit zunehmendem Ausbau und Verkehr Lösungen finden musste.

    Wenn du Kommentare und einen Austausch zu ein paar markanten Stellen magst, gerne.

    Thanks!

  3. Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney Beitrag #3
    Grauer
    Avatar von Grauer
    Hallo Dairbhre,
    wir haben uns eigentlich an den Streckenverlauf gehalten, der in den OSI Karten eingedruckt ist.

    "Im Moment sieht es so aus, als würden ein paar Jahre einfach so von der Wanderkarte radiert und der alte Kerryway kommt wieder zum Vorschein."

    Wie verlief der Weg denn früher, kannst Du beschreiben oder gibt es Unterlagen?

    Gruß aus GÖ,
    Uwe

  4. Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney Beitrag #4
    Dairbhre
    Avatar von Dairbhre
    Hallo Uwe,

    um 2000 war die Route über die Wanderwege im Touristoffice als Flyer zu haben und durch den Nationalpark sehr stimmig mit deiner Beschreibung bis Glencar. In Anlehnung an die OSI, aber ohne Unterstützung durch das www.
    Weniger durch Gelände, mehr auf den damals noch recht naturbelassenen kleinen Fahrwegen, die gleichzeitig die B&B untereinander vernetzten, die am Wanderweg jetzt eher rar geworden sind. Cooky Monsters "Stepping Stone" ist die grosse Ausnahme.

    Später wurde die Homepage vom www.kerryway.net immer wieder etwas verändert/angepasst, nicht zuletzt, weil erst 2003 über den Kerryairport viele Wanderer ins County und von dort direkt zu den Wanderwegen kamen.
    Leider ging das auch zu Lasten der Freiheit, weil die Wege immer mehr auf den markierten Trail gelenkt wurde.

    Ab Glenbeigh-Kells wurde immer wieder versucht, auf diese wunderschöne Strecke über den Rossbeigh, Golden Mile zum den Knocknadobar (gegenüber von Bowlers B&B) und Beentee Mt. umzuleiten, statt im eher dunklen Foilmore und Mastergeehy Gebiet.

    Leider hat sich das nicht durchgesetzt, obwohl es in diesem dicht besiedelten Abschnitt durchaus möglich gewesen wäre, zwei unterschieliche Routen anzubieten.

    Bei Waterville gibt es dann noch die alternative Strecke am Meer über Hogs Head nach Caherdaniel.

    Das Projekt" http://kerrygeopark.ie/ hat zusätzlich um 2005 neue Wege erschlossen.

    Der "Adventure Guide Kerry" + "Walking in Kerry" ergänzt mit kleinen Karten die grossen Wege (Dingle, Kerry und Beara).

    Ideal wenn 2 unterwegs auch mal getrennte Wege gehen oder einfach mal ein paar freie Tage mit walk&drive genutzt werden können.

    Ich mag übrigens den Dingleway mehr als die beiden Anderen und den Kerryway eben lieber bergab, also gegen den Uhrzeiger. Über Sneem kam ich zu Fuss nie hinaus, also durchaus Ähnlichkeiten zu deiner Beschreibung zu entdecken.
    Ich habe mich in den letzten Jahren oft bemüht diese Lücke zu schliessen, aber nein, es will mir dort nicht gefallen.

    Erfolgreicher war ich in dem Gebiet zwischen Killorglin und Beaufort, allerdings sind dort ohne Auto oder Coach Grenzen gesetzt, wenn man höher hinaus will.

    Mein Ziel in 14 Tagen ist mal wieder: http://www.croninsyard.com/

    Immer wieder gut: http://mountainviews.ie/

    lg

  5. Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney Beitrag #5
    Charlotte
    Hallo Grauer!

    Nochmals Danke für deinen ausführlichen Bericht. Diese Berichte sind immer schön für die die den Weg kennen und sehr hilfreich für die die ihn gehen wollen.
    Als wir den Kerry Way gegangen sind habe ich auch tolle Tipps hier im Forum gefunden und erhalten.
    Auf der letzten Etappe des Weges die Ihr Euch erspart habt, habt Ihr nicht wirklich was verpasst, denn den schönsten Teil seid Ihr ja schon auf Eurer ersten Etappe gegangen und am Schluß zieht es sich ganz schön bis nach Killarney.
    Wie ich lese hat Euch der Kerry Way und Irland so gut gefallen, dass Ihr evtl. den Beara Way gehen wollt. Da kann ich Euch nur bestärken!! Er war auch ganz toll. siehe meinen Bericht! Und falls ich mit Informationen helfen kann, jederzeit.
    Ich hätte jetzt eine Frage an Dich. Wie ich gelesen habe, seid Ihr auch schon den Highland Way in Schottland gegangen. Habe ich das richtig gedeutet, dass der Euch nicht so gut gefallen hat? Der steht eigentlich für die Zukunft auch bei mir auf dem Programm. Hast Du da evtl. auch einen Bericht geschrieben?

    Moselgrüße von
    Charlotte

  6. Wanderung auf dem Kerry Way, Juni 2011; Teil 4 Sneem-Killarney Beitrag #6
    Grauer
    Avatar von Grauer
    Hi Charlotte,
    ich habe Deinen Bericht gelesen und unter anderem auch dadurch "Bock" auf Beara bekommen. Nach Stand der Dinge werden wir im Juni 2012 auf den Trail gehen.
    Zum WHW kann ich Dir alle gewünschten Infos geben. Ich sende Dir in den nächsten Tagen per PN was zu.

    Gruß aus GÖ,
    Uwe

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