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Eine Woche Irland im August 2011

  1. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #1
    Nene177
    Avatar von Nene177

    Eine Woche Irland im August 2011

    In meinem Bericht über meinen Urlaub im Mai/Juni hatte ich ja erwähnt, dass ich nach Skellig Michael wollte, aber aufgrund der Stürme nicht konnte. Also bin ich das Ganze vor 2 Wochen - in Verbindung mit dem Oranmore Celtic Shore Fest - nochmal angegangen.

    Am Freitag, dem 26. August bin ich nachmittags nach Dublin geflogen und dann mit dem Mietwagen nach Oranmore an der Westküste gefahren. Hier fand gerade das kleine aber feine Oranmore Celtic Shore Fest statt. Am Abend bin ich noch am Rinville Pier spazieren gegangen. Es war zwar kalt und hat auch etwas geregnet, aber es war superschön wieder am Meer in Irland zu sein.

    Am Sonnabend habe ich mir vormittags das Castle und die Friary in Athenry angesehen. Nachmittags war ich im Oranmore Castle zum „Storytelling“ mit Eddie Lenihan, was recht witzig war. Abends gings dann zu den Konzerten. Die erste (mir unbekannte) Band, die ich gesehen habe, hieß TRUIR. Dann kam Eleanor McEvoy, von der ich vor mehr als 10 Jahren eine CD gekauft hatte, seither aber nichts mehr von ihr gehört habe. Sie war klasse und natürlich hat sie auch „Only a woman’s heart“ gespielt. Als nächstes kamen Moya Brennan und Cormac De Barra, der Hauptgrund meines dortigen Aufenthaltes. Ich hatte sie vorher schon auf dem Gelände getroffen und ein wenig mit ihnen gequatscht. Der nächste war Liam O’Maonlai, der Sänger der Hothouse Flowers. Als Julie Feeney auf der Bühne war, hat es leider heftig geregnet, aber das hat irgendwie zu dieser „durchgeknallten Tante“ gepasst. Last but not least – Sharon Shannon mit Band. Ich war zwar klatsch nass, aber der Tag war wunderschön.

    Am Sonntag bin ich schon 7:30 Uhr von meinem B&B in Richtung Süden gestartet. In Killimer habe ich die Fähre um 9 Uhr nach Tarbert genommen und bin dann auf die Dingle Halbinsel gefahren, um Telefonjoker und Nettiehexe zu besuchen. Auf meinem Weg nach Valentia Island habe ich noch ein deutsches Tramper-Pärchen aufgelesen, die nach Waterville zum Charlie Chaplin Festival wollten. Auf Valentia hatte ich ein B&B kurz hinter der Brücke. In Portmagee habe ich erst mal was gegessen, bin aber nicht dort geblieben, weil es mir einfach zu voll war. Hier war nämlich gerade eine Ruder-Regatta im Gange. Um 18 Uhr habe ich mich dann noch auf den Skellig Ring begeben. Ich habe mich eine ganze Weile in der Ballinskelligs Friary und am dortigen Strand aufgehalten. Dann musste ich mich aber beeilen, um noch etwas von der Landschaft zu sehen, da es schon dunkel wurde. Zum Guinness bin ich nach Knights Town auf Valentia gefahren. Als ich ins Bett bin, habe ich mir nur gewünscht, dass das Wetter am kommenden Morgen genauso gut sein möge wie am Abend. Am nächsten Tag sollte es nämlich nach Skellig Michael gehen.

    Als ich am Montag die Gardinen geöffnet habe, hätte ich vor Begeisterung jubeln können. BLAUER HIMMEL !!! Allerdings weiß ich nur zu genau, wie schnell sich das Wetter ändern kann. Als ich dann um 10 Uhr an den Pier bin, war das Wetter aber einfach nur genial. Auf der „Sea Quest“ waren wir insgesamt 12 Passagiere und der Skipper. Da wir noch auf einen Passagier warten mussten, sind wir später los gekommen, als die meisten anderen Boote. Unser Skipper hat dann zuerst Little Skellig umrundet und ist dabei auch in kleine Buchten gefahren. Ca. 11:30 Uhr waren wir auf Skellig Michael. Wir hatten bis 14 Uhr Zeit. Was soll ich sagen – ich bin nach der Enttäuschung vom Mai voll und ganz entschädigt worden. Als erstes habe ich meine Jacke ausgezogen und meine Hosenbeine abgezippt, da es richtig warm und nicht windig war. Es war einfach ein Traum. Da ja bereits Boote vor uns angelegt hatten, waren im Kloster natürlich schon einige Leute, was aber nicht so schlimm war. Ich konnte vermeiden, viele Personen auf den Fotos zu haben. Unser Skipper ist nicht direkt nach Portmagee zurück gefahren sondern hat auch noch Skellig Michael umrundet und uns den alten Leuchtturm gezeigt. Auf dem Rückweg hat er aus dem Boot rausgeholt was ging und ein Jetski-Fahrer hat unsere Bugwellen zum Springen genutzt. Es war ein genialer Trip und das Unternehmen Skelligsrock kann ich nur empfehlen.
    Gegen 15:15 Uhr waren wir zurück und 15:30 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Osten gemacht. In Ardmore im Co. Waterford bin ich um 19:30 Uhr angekommen und habe dann auch sehr schnell ein nettes B&B in der Nähe des alten Friedhofes mit Rundturm und den Ruinen einer Kathedrale gefunden. Es war zwar schon fast dunkel, aber ich bin trotzdem noch zum Friedhof.

    Am nächsten Morgen hatte man mir im B&B empfohlen, die Klippenwanderung zu machen. Es war zwar stark bewölkt, aber nicht kalt und so bin ich zuerst in den kleinen Ort. Hier war ganz witzig, dass eine hässliche Fassade wie eine Häuserfront bunt angemalt war. Die Hänge der Klippen waren auch bunt, aber durch blühende Heidepflanzen. Endpunkt der Wanderung war der alte Friedhof. Es war schon Mittag als ich dann endlich aufgebrochen bin. Zuerst bin ich zum Dromona Gate gefahren, wo mir ein Einheimischer die Geschichte dieses Hindu Gothic Gate’s erzählte. Dann gings weiter über Tramore nach Dunmore East. Hier gingen gerade Leute an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Es war dann schon 17:30 Uhr als ich an der Fähre in Passage East angekommen bin. Eine viertel Stunde später war ich schon auf der anderen Seite in Ballyhack, Co. Wexford. Eigentlich wollte ich in New Ross übernachten, aber auf dem Weg zum Hook Lighthouse habe ich mich umentschieden. Das Wetter war jetzt wieder genial und diese kleine Hook Halbinsel war sehr idyllisch. Ich habe mir in Duncannon ein B&B gesucht. An der Tür des B&B stand aber nur eine Telefonnummer. Am Telefon hat mir dann eine Dame gesagt, dass sie erst in einer knappen Stunde daheim sein wird, eine Seitentür ist aber offen. Die Treppe hoch, gleich rechts das erste Zimmer sollte ich nehmen. Das habe ich dann auch gemacht und bin zum Leuchtturm gefahren. Als ich gegen 22 Uhr wieder da war, klopfte es und die Landlady hat sich vorgestellt.

    Am nächsten Morgen sollte ich um 8 Uhr Continental Breakfast bekommen, aber es war keiner da. Es stand aber alles bereit., also habe ich mich bedient. Als die Landlady dann 10 min. später kam, war sie gar nicht böse, dass ich mir schon selbst geholfen hatte. Dieses B&B habe ich total gemocht, dazu war es auch noch das preiswerteste auf meiner Tour. Das B&B war übrigens direkt neben einem alten Fort, das ich mir angesehen habe, bevor ich wieder zum Leuchtturm gefahren bin. Hier habe ich mittags eine Führung mitgemacht. Der Leuchtturm ist ca. 800 Jahre alt und der älteste noch betriebene Leuchtturm der Welt. Als nächstes gings zur Tintern Abbey und dann nach New Ross zum Nachbau der „Dunbrody“ einem Auswanderschiff aus dem 19. Jahrhundert. Hier wurde die Geschichte der Auswanderer sehr informativ dargestellt. Als ich New Ross verlassen habe, riss der Himmel wieder auf. Perfekt für die „Tacumshane Windmill“. Da ich die GPS-Koordinaten von Travelmania-Ireland hatte, war die Windmühle leicht zu finden. Im Restaurant „Millhouse Bar“, wo ich später auch noch gut gegessen habe, bekommt man die Schlüssel für die Mühle. Es war super, dass man allein da hinein durfte. Danach bin ich nach Wexford, wo ich eigentlich übernachten wollte. Aber die Stadt mit den ganzen engen Einbahnstraßen hat mich genervt und so bin ich wieder raus gefahren. Allerdings wollte ich in der Nähe bleiben, da ich am nächsten Tag noch zum Johnstown Castle gehen sollte. Es wurde dann dunkel und dem ersten B&B-Schild bin ich gleich gefolgt. Das B&B war auf einer Farm in Kilmore. Als ich klingelte öffnete ein nettes Paar. Sie waren aber auch nur Gäste – deutschsprachige Schweizer -, die mir mitteilten, dass die Landlady noch bei der Ernte auf dem Feld war. Sie haben dann die Landlady auf dem Handy angerufen und ich hatte meine Übernachtung.

    Donnerstag war mein letzter Tag in Irland und da wollte ich noch soviel wie möglich machen. Bereits 7:30 Uhr hatte ich Frühstück und 8:30 Uhr war ich schon unterwegs. Zuerst bin ich nach Kilmore Quay gefahren. Hier gibt es noch einige Häuser mit reetgedeckten Dächern. Ein sehr schönes reetgedecktes Hotel war leider geschlossen, da der Besitzer Pleite gegangen ist. Dann gings zum Johnstown Castle. Ins Castle kann man zwar nicht, aber der Park ist wunderschön. Gut 2 Stunden später war ich schließlich im Co. Wicklow am Powerscourt Waterfall, der allerdings nicht viel Wasser führte. Es war schon 14 Jahre her, dass ich in Powerscourt House and Gardens war und so habe ich mich entschieden auch noch dorthin zu fahren. Es war jetzt bedeutend kommerzieller und im Haus waren sehr viele Leute, aber in den Gärten haben sich die Leute zum Glück sehr verteilt. Ein B&B zu finden hat sich als schwieriger raus gestellt als gedacht und so bin ich nach Greystones gefahren. Hier habe ich ein B&B am Hafen gefunden, das ich aber nicht weiter empfehlen möchte. Die Landlady war eine geldgeile alte Dame. Hier gab es nichts von der Herzlichkeit wie in den anderen B&Bs meiner Tour. Da es langsam dunkel wurde, hatte ich allerdings keine Lust weiter zu suchen und so bin ich dort geblieben. Den alten Hafen, den ich noch kenne und von dem ich sogar stets einen schönen Stein in meiner Wanderjacke habe, gibt es leider nicht mehr. Er musste einem modernen Pier weichen, der aber aus Geldmangel wohl niemals fertig zu werden scheint. Der Strand ist aber zum Glück noch wie er war.

    Freitag Früh habe ich noch einen Spaziergang an der Küste gemacht und bin dann zum Flughafen gefahren. Es war zwar nur eine Woche, aber dafür besonders intensiv. Und mit dem Wetter hatte ich ja dieses Mal auch viel Glück.

    Hier sind die Fotos: https://picasaweb.google.com/Susann1...landAugust2011

  2. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #2
    Medusa
    Avatar von Medusa
    Danke fuer den tollen Bericht und fuer die super tollen Postkarten Bilder

    Lieben Gruss
    Medusa

  3. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #3
    KikiBlue
    Super tolle Bilder, jetzt freu ich mich gleich noch viel mehr auf meinen Urlaub. Danke schön auch für den ausführlichen und schönen Bericht.

  4. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #4
    Borstel
    Avatar von Borstel
    Hey,

    sind mal wieder super Bilder geworden. Und ich merke, daß ich mal wieder nur einen kleinen Teil gesehen habe. War also nicht das letzte mal in der Ecke.

    In Ardmore wäre ich auch beinahe hängen geblieben, mein Ziel war aber Youghal, warum auch immer.
    Im Nachhinein ziehe ich die Gegend von Ardmore der Stadt Youghal vor.

    Und in Dungarvan, meinst du das Gebäude in der Stadt am Hafen, oder gibt es da noch was anderes als Fort?
    Ich kann ja auch schon die Stunden zählen und habe noch keinen Plan, werde aber als Endpunkt wohl Beara setzen und im Süden langfahren, wie gesagt, die Comeragh Mts. sind auch top.

    Also, danke für den Bericht mit ein paar neuen Anregungen für diese Gegend.

    Viele Grüße

  5. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #5
    pic
    Avatar von pic
    Nene- bei solch himmlischem Wetter lässt sichs gut reisen und auch fotografieren, gell? Ich geniesse diese wunderschönen Bilder, musste vorhin gerade wieder "auf den Boden der Tatsachen" (und der ist alles andere als irische Natur!) zurückkommen.
    Einfacher Montagmorgen nämlich- anyway, ich träume nochn bisschen.
    Danke für beste Unterhaltung!
    Geändert von pic (12.09.2011 um 08:14 Uhr)

  6. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #6
    Nene177
    Avatar von Nene177
    Danke Euch allen! Es macht mir aber auch immer wieder Spaß, die Tage in Irland Revue passieren zu lassen.

    Zitat Zitat von Borstel Beitrag anzeigen
    Und in Dungarvan, meinst du das Gebäude in der Stadt am Hafen, oder gibt es da noch was anderes als Fort?
    Ich war nicht in Dungarvan. Das Fort ist in Duncannon auf der Hook Halbinsel im Co. Wexford. Im Link sind auch Fotos davon.

  7. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #7
    Borstel
    Avatar von Borstel
    Oops, da habe ich total was durcheinander gebracht, wer lesen kann ... .
    Und das bei dem Ort wo mein Lieblingspub auf meiner Tour dort war.

    Duncannon natürlich

  8. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #8
    Nene177
    Avatar von Nene177
    Ich war dort nach dem Sonnenuntergang am Hook Lighthouse noch auf ein Guinness in der "Strand Tavern" in Duncannon

  9. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #9
    Borstel
    Avatar von Borstel
    Bei mir war es das Roches, schräg gegenüber.
    Ein Pub wie ich es mag, leicht schäbig und verschlissen, das Essen war lecker, ein hübsches Mädel hinterm Tresen und es gab ein Andenken. Da war ich dann auch glatt drei mal.
    P1040360.jpg
    P1040361.jpg

  10. Eine Woche Irland im August 2011 Beitrag #10
    ShannonS
    Die Tierfriedhof Bilder sind ja witzig.

    Grüße *wink*

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