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14.08.2011 19:51 17 + 2 Tage Regen.... äh... Irland im Mai 2011 Beitrag #41
Danke dir auch für deine ausführliche Reiseberichte. Toll.
Auf einigen Pfaden bin ich kürzlich auch gewandelt:
Dublin, Rock of Cashel, Kilkenny.
Hab änliche Eindrücke gesammelt wie auch du - z.B. was du über Dublin schreibst oder über Kilkenny, kann ich dir zustimmen.
Vielen Dank!!
LG Rosamunde
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17.08.2011 13:17 17 + 2 Tage Regen.... äh... Irland im Mai 2011 Beitrag #42
Schön, dass der Bericht weiterhin gefällt. Zwei Einträge kommen noch, wobei der Abflugtag wirklich sehr kurz sein wird.
Falls nochmal Interesse an dem ein oder anderen Reisebericht von mir herrschen sollte, den kann ich ans Amerika-Forum (amerika-forum.de) verweisen, ich habe da ebensolche ausführlichen Berichte über unsere Urlaube in den Staaten 2009 und 2010 eingestellt. Die dürften sogar vermutlich sogar noch deutlich ausführlicher sein.... (mich kurz zu fassen war noch nie meine Stärke....)
Hier findet man den ersten Bericht aus 2009, der sich mit dem "Klassiker" im Südwesten (San Francisco, Pazifik, LA, Frand Caynon, Las Vegas, Yosemite und und und befasst):
http://www.amerika-forum.de/der-klas...9-a-74118.html
In 2010 zog es uns dann nach Arizona, New Mexico und in die östlichen Nationalparks in Utah - den gibt's hier:
http://www.amerika-forum.de/four-cor...ten-85025.html
Viel Spaß beim Lesen (falls sich jemand die Zeitn ehmen sollte)....
Sven
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17.08.2011 14:07 17 + 2 Tage Regen.... äh... Irland im Mai 2011 Beitrag #43
01.06.2011 – Faul
Heute kann ich mich tatsächlich mal etwas kürzer fassen. Hat man schon mal gelesen, oder? Dieses Mal stimmt es aber definitiv. Der letzte komplette Urlaubstag ist, wie so oft, mal wieder ein Tag des fast kompletten Nichts-Tuns. Rumhängens. Faulenzens. Heute inklusive aller Schikanen. Die das heißen: Spät aufstehen. So gegen 8:30. Das ich das in nem Urlaub nochmal erleben würde? Kaum zu glauben. Das weitere absolut unfassbar heute: Es regnet den ganzen Tag nicht. Zum zweiten Mal in diesem Urlaub. Und die Wettervorhersage sagt wunderschönes Wetter die kommenden Tage und am Wochenende voraus. Da passt es doch gut, dass wir morgen Mittag zurück nach Hamburg fliegen. Nicht, dass wir noch die bisher gänzlich unbenutzten kurzen Hosen rausholen müssten. Oder im T-Shirt unterwegs sein können. Da sei bitte Gott vor…
Nach dem bombastischen Ausschlafen wackeln wir wie gehabt runter zum Frühstück und hauen uns in gewohnter Weise die Plautze voll. (Ich weiß schon, warum ich so selten zum Brunchen gehe – Mäßigung an einem Buffet hat noch nie zu meinen Stärken gehört.) Danach geht’s ziemlich fix raus aus’m Hotel. Und direkt rein in die gegenüberliegende Station der LUAS, der Dubliner Stadtbahn. Ich als latenter U- und S-Bahn-Fetischist komme natürlich nicht drumherum, mal mit der Bahn zu fahren. Zugegebenermaßen kann man die Gestaltung des Netzes der Dubliner Stadtbahn schon etwas außergewöhnlich nennen: Es gibt zwei Linien der LUAS, die aber an keiner Stelle des Netzes Übergänge zwischen den Linien aufweisen. Hm, ungewöhnlich, würde ich mal vorsichtig formulieren. Auch hat die LUAS für den Touristen, der nur ein paar Tage in der Stadt verbringt eher nur so semi-großen Nutzen, da es in der Innenstadt eigentlich kaum eine sinnvolle Strecke gibt, die man benutzen müsste. Eigentlich fungiert die Bahn eher als Anbindung für die Vororte. Zusätzlich kann Dublin allerdings noch die DART sein eigen nennen – die DART ist vergleichbar mit einer deutschen S-Bahn und bringt für den klassischen Kurzzeittouristen in Dublin aber auch eher nur einen überschaubaren Mehrwert. Nichtsdestotrotz muss ich natürlich einmal mit der noch ziemlich neuen LUAS fahren und da quasi direkt durch das Hotel eine Linie fährt (so dürften zumindest die Gäste denken, die ihr Schlafzimmer raus zu Bahn haben) und direkt vor dem Hotel eine Haltestelle ist, gibt es auch keine Ausrede, mal nicht ne Bahnfahrt zu machen. Wir entscheiden uns, dass wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und mit der LUAS nach Süden in den Vorort/Stadtteil Dundrum gondeln und dort dem riesigen und recht neuen Dundrum Town Center – einer Mall – einen Besuch abstatten. Dieses Town Center ist eine Mische aus Outdoor- und Indoor-Mall und ist in der Anlage für etwas Seelenloses wie eine Mall schon fast als charmant, zumindest aber als erträglich zu bezeichnen. Insbesondere der Outdoor-Bereich, der im Prinzip tatsächlich sowas wie ein nachgebautes Stadtzentrum darstellt, kommt ganz ansehnlich rüber.
Im Einkaufszentrum selber findet man selbstverständlich die üblichen und zu erwartenden Verdächtigen. Da die ganze Veranstaltung hier aber durchaus riesenhafte Dimensionen annimmt, brauchen wir doch einiges an Zeit, um uns durch die unzähligen Shops zu wühlen. Selbstverständlich komplett erfolglos und so hocken wir uns dann irgendwann in eins der unzähligen Franchise (spricht man nicht um sonst Frän-******* aus) Cafés und besorgen und etwas Koffein-Nachschub. Dann suchen wir uns ein Internet-Terminal und checken kurz, ob der Flug morgen klar geht und sind dann wenig später eigentlich auch schon durch mit der Mall. Kann also zurück zur LUAS gehen und dann mal wieder direkt zu St. Stephen’s Green in der City. Nach dem kurzen Lunch beim Insomnia Café gegenüber vom Park spazieren wir ob des heute wirklich mal schönen Wetters zur St. Patrick’s Cathedral und hauen uns im Angesicht der beeindruckenden Kirche in den dazugehörigen Park in die Sonne und verbummeln unsere Zeit. Der Park scheint bei der örtlichen Jugend hoch angesehen zu sein. Trotz des noch recht jungen Tages findet man mehrere Grüppchen von Jugendlichen, die es sich mit diversen alkoholischen Kaltgetränken im Park gemütlich machen und lautstark ihrer offensichtlich guten Laune (man kennt das ja bei Iren und Briten im fortgeschrittenen Alkohol-Stadium: die gute Laune schlägt dann irgendwann um und macht Platz für eine kaum zu zügelnde Lust auf physische Konfrontationen) Ausdruck verleihen. Bis irgendwann ein paar Cops kommen und dies zerstreuen. (Ich hab übrigens schon in Schottland immer die alkoholtechnische Ausdauer meiner Kommilitonen und anderer jüngerer Mitmenschen „bewundert“: Aus der Uni ging es aber mal direkt in den Pub. So um 15:00. Ist ja klar, um 23:00 war damals immer Sperrstunde und bis dahin galt es sich die staatlich verordnete Menge Alkohol in den Rachen zu schütten. Spätestens um 20:00 wusste man, warum es eine Sperrstunde gab und konnte sich den Niedergang der britsichen Wirtschaft gut vorstellen, wenn es keine Sperrstunde geben würde und entsprechend ca. die Hälfte aller britischen Arbeitnehmer [vermutlich sämtliche Männer über 16] am nächsten Morgen eher nur zughaft zur Arbeit erscheinen würden.) Bei „Gefahren“ warnen die einschlägigen Reiseführer für irische (und vermutlich auch für britische) Großstädte im Wesentlichen nur vor dem nächtlichen Zeitpunkt, an dem zur gleichen Zeit aus allen Clubs oder Pubs die Gäste auf die Straße gekehrt werden und die nonverbale Kommunikation gegenüber der verbalen aufgrund des Zustandes der Meisten die Überhand gewinnt. Man benötigt wenig Vorstellungsvermögen, sich das auszumalen….
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Mal wieder abgeschweift. Nach dem seltenen Sonnenbad (wenn man davon bei 17° reden kann) begeben wir uns zum Nordufer der Liffey, um an diesem entlang bis zu den Docklands zu spazieren. Der auch hier vertretene architektonische Würfelhusten lässt ein allerdings leider an die stadtentwicklungstechnische Missgeburt der Hafen City in Hamburg denken, so dass wir uns über die noch recht junge und an eine Harfe angelehnte Samuel-Beckett-Bridge wieder auf in Richtung der City machen. Mittlerweile ist es schon kurz vor 19:00 und so langsam sollte mal an Dinner gedacht werden. Der umsichtige Reiseplaner hatte sich dafür noch das Juice in der South Great George Street herausgeschrieben – ein übersichtlich großes und entspanntes aber durchaus schickes vegetarisches Restaurant, in dem wir uns Nudeln (Petra mediterran, ich asiatisch) reinhauen und uns zum Abschluss des Urlaubs auch standesgemäß noch einen Nachtisch gönnen (Lemon Tarte und Rhabarbercrumble). Angenehmerweise gab’s vor 19:00 hier noch Early-Bird-Preise und wir konnten uns deswegen geldbeutelschonend die Wampe vollschlagen.
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Und dann geht er auch schon zu Ende der letzte komplette Urlaubstag. Zugegebenermaßen relativ unspektakulär. Wie auch irgendwie die ganze Zeit in Dublin. Eine Stadt die sicher ihren Charme hat, uns aber irgendwie nicht so recht in ihren Bann ziehen konnte. Vielleicht war es vorher aber auch eine Überdosis Natur und Outdoor, so dass wir uns nicht recht auf Dublin einstellen konnten. So bleibt eine Einschätzung irgendwo zwischen Glasgow und Edinburgh, aber weniger spannend als erstere und deutlich weniger attraktiv als zweitere. Allerdings muss ich zugeben, dass wir auch relativ wenig „gemacht“ haben in Dublin. Es war mehr so ein abhängen und rumbummeln. Was aber auch daran lag, dass ich nicht so recht Sehenswürdigkeiten oder Must-Do‘s finden konnte, die unbedingt hätten auf der Tagesordnung stehen müssen. Irgendwie gab es nichts, was uns in Dublin so richtig gelockt hatte und die Stadt und die einzelnen Viertel (zumindest die, die wir gesehen haben) an sich, haben uns einfach nicht so umgehauen. Shoppingmöglichkeiten okay, aber kaum herausragend. Cafés und co. zwar da, aber irgendwie auch nicht vom Hocker gehauen. Na ja, lustig ist Dublin sicher, wenn man sich ein langes Wochenende dem alkoholischen Delirium hingeben mag und sich aktivitätentechnsich eher auf die Abend- und Nachstunden verlegt. So aber fanden wir Dublin an sich eher so semi. Was aber zugegebenermaßen vielleicht auch an uns, den Erwartungen oder den möglicherweise entgangenen tollen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten gelegen haben mag. Interessanterweise hat mir das um Längen kleinere Galway deutlich besser gefallen…. Und eigentlich mag ich britische Städte (ja, ich weiß, Irland, von der Stadtstruktur, Architektur und dem „Feeling“ aber vergleichbar) sehr gerne. Na ja, vielleicht nächstes Mal.
Nach dem Dinner latschen wir dann zurück zum Hotel (mich würde echt mal interessieren, wieviele Kilometer wir so in Dublin zu Fuß abgerissen haben), um dort noch den Online-Check-In für den morgigen Flug vorzunehmen und dann das leidige Packen der Sachen zu erledigen. Selbstverständlich wird die Gewichtsgrenze bis ans Maximun ausgereizt und auch beim Handgepäck setzen wir uns (zum Glück folgenlos) über die Limitierung auf ein Stück pro Person hinweg. Als die Arbeit getan ist, sind wir dann endgültig platt und müde und mehr als ein paar Minuten Flimmerkiste ist nicht drin, bevor der letzte Urlaubstag endet.
(Soviel zum "kürzer fassen".....)
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17.08.2011 14:23 17 + 2 Tage Regen.... äh... Irland im Mai 2011 Beitrag #44
02.06.2011 – ….und servus.
Der Rückflug geht um 13:00, so dass genügend Zeit für eine relativ spätes Aufstehen und ein ausgiebiges Frühstück bleibt. Mehr ist dann aber auch nicht drin. Am Vortag hatten wir an der Rezeption schon den sinnvollsten Weg vom Hotel zum Flughafen geklärt und so spazieren wir (selbstverständlich bei wärmsten Temperaturen und strahlender Sonne) vollbepackt die paar Meter zur nahe gelegenen Lesson Street, von der einer der zig verschiedenen Flughafenbusse fahren soll. Praktischerweise gibt es kurz hinter dem Hotel eine ordentliche Baustelle und auch die Fußgänger werden umgeleitet, so dass wir nochmal in den Genuß eines deutlich längeren, vollbepackten und warmangezogenen (man muss ja an das Gewicht des aufgegebenen Gepäcks denken) Fußmarsches kommen und entsprechend nach ca. 15 Minuten transpirierend an der Bushaltestelle ankommen. Dafür kommt wenige Augenblicke später ein Bus, der uns in ca. 45 Minuten bis zum Flughafen bringt. Das ganze quasi verbunden mit einer kleinen Stadtrundfahrt, da das Hotel im Süden der City liegt, der Flughafen aber im Norden Dublins.
Einzig erwähnenswertes Ereignis am Flughafen ist die letzte Dose Irn-Bru des Urlaubs. Und das man wie immer zu früh dran ist. Da wir beide noch Lesematerial haben, ist das allerdings zu verschmerzen. Der Flieger startet dann mehr oder weniger pünktlich und gegen kurz nach 16:00 Ortszeit sind wir in Hamburg am Flughafen, wo uns schon die Erzeuger abholen. Mit meinen Eltern geht’s mit der S-Bahn zurück nach Hause und dann gibt’s Abendbrot und noch ein wenig Fotoschau, bevor sich meine Eltern dann zurück auf den Heimweg nach Flensburg machen.
Tja, und damit ist er dann auch vorbei der Urlaub. Und auch fast der Reisebericht. Was bleibt noch zu sagen? Irland ist ein tolles Land mit unsagbar freundlichen Menschen. Aber das war nach den Schottland-Erfahrungen irgendwie eh schon klar. Am Wetter gilt es definitiv noch zu arbeiten. Die Westküste Irlands bietet auf relativ engem Raum unzählige andersartige Landschaften und Möglichkeiten – wobei ich zugeben muss, dass mir so das ganz Spektakuläre wie im Südwesten der USA etwas abgeht. Dafür aber kann man hier einfach sehr entspannt urlauben und die Natur genießen. Streß kann nur von einem selber ausgehen, ansonsten scheint es dieses Wort nicht im Wortschatz der Iren zu geben. Und ja, ein Irland-Urlaub kann auch ohne Guiness- und Whiskey-Exzesse und ohne traditionelle Pub-Abende top sein. (Vielleicht gerade deswegen…?!?!). Wir würden wieder definitiv wieder kommen, aber nur wenn es eine Geld-zurück-Garantie für schlechtes Wetter gäbe….
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17.08.2011 15:54 17 + 2 Tage Regen.... äh... Irland im Mai 2011 Beitrag #45CelticFrost
Danke für den köstlichen Reisebericht! Du hast einen sehr unterhaltsamen Schreibstil, so daß es ein echtes Vergnügen ist, dich auf deinen Abenteuern zu begleiten.
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22.09.2011 11:56 17 + 2 Tage Regen.... äh... Irland im Mai 2011 Beitrag #46Sonnenschein159
Dein Schreibstil ist einfach klasse! Es macht sooooo viel Spaß deinen Reisebericht zu lesen! Berichtest du zufällig in anderen Foren auch über deine anderen Reisen?
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