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27.01.2011 21:48 Reisebericht September 2010 Beitrag #1aqualung
Reisebericht September 2010
Hallo zusammen.
Nachdem wir gesehen haben, wie groß das Interesse an unserem ersten Reisebericht war, haben wir uns – also meine Frau und ich – dazu entschieden, auch unseren diesjährigen Irlandurlaub der Allgemeinheit vorzustellen.
Weil wir nicht schon wieder ein Ferienhaus in Kenmare nehmen wollten und auch das County Kerry von uns schon ordentlich beackert wurde, sollte es dieses Jahr eine Rundreise sein. Und weil es nicht irgendein Urlaub für uns war, sondern unsere Flitterwochen, haben wir uns für Übernachtungen in Hotels entschieden… Aber davon später mehr und alles der Reihe nach…
1.Tag (14.09.10)
Los ging es morgens um 9.00 Uhr, als uns das Taxi zu Hause abholte und zum Flughafen Köln-Bonn brachte. Pünktlich um 11.00 Uhr startete der Flieger Richtung Dublin. Zwei Stunden später - also 12.00 Uhr Ortszeit – wurden wir ein bisschen unsanft Richtung Landebahn gepustet. Nach der üblichen Flughafenprozedur machten wir uns direkt auf den Weg zum Shuttle-Bus des Autovermieters - nach dem dritten Mal weiß man, wo man hin muss. Der freundliche Mitarbeiter der Autovermietung (fängt mit H an und hört mit tz auf) gab uns die Schlüssel zu einem nagelneuen Fiat 500. Leider mussten wir feststellen, dass dieses Auto für zwei Personen und zwei Koffer zu klein war. Also wieder ins Büro und nach etwas hin und her verließen wir den Parkplatz mit einem Corsa, dessen Mietwagenzeit eigentlich so gut wie abgelaufen schien. Er ließ uns aber auf unseren gesamten 2000 km nicht im Stich und groß genug war er auch. Kurze Anmerkung am Rande: Besagter Autovermieter hat im letzten Jahr seine Flotte umgestellt und aus Corsa, Fiesta und Co. wurden Ka und Fiat 500, die beide ein gutes Stück kleiner sind als ihre Vorgänger.
Dublin umrundeten wir nur und fuhren direkt über Wicklow bis zu unserem ersten Etappenziel: Das Granville Hotel in Waterford sollte für die nächsten zwei Tage unser Domizil sein. Das Hotel können wir nur empfehlen. Tolles Zimmer mit schönem Bad, einem Frühstücksbuffet, das seinesgleichen sucht und das Essen im hoteleigenen Pub war auch nicht zu verachten. Nach dem Einchecken nutzten wir das schöne Wetter zu einem kleinen Stadtbummel durch Waterford. Unseren ersten Urlaubstag ließen wir im hoteleigenen Pub ausklingen.
2.Tag (15.09.10)
Nach einem ausgiebigen und sehr guten Frühstück hatten wir dann die Wahl zwischen verdauen im Hotelzimmer oder bei wieder schönem Wetter zum Ausflug zu starten. Wir entschieden uns natürlich für letzteres… Wir hatten uns für dieses Jahr vorgenommen, Orte, die wir bisher aus Zeitgründen vernachlässigt hatten, in aller Ruhe anzuschauen. Erstes Ziel war daher die Jerpoint Abbey, die von Waterford nur ein Katzensprung entfernt ist. Wir waren relativ früh vor Ort und hatten das Glück, so gut wie alleine durch die Ruine stöbern zu können.. Mittags ging es dann weiter nach Kilkenny. Hier waren wir zwar schon zweimal, bisher aber immer unter Zeitdruck und zum Beine vertreten auf einer längeren Fahrt. Diesmal also mit mehr Zeit, die wir dann prompt für einen Rundgang durchs Kilkenny Castle nutzen konnten. Leider war das Fotografieren nicht nur hier sondern in so gut wie allen Gebäuden, die wir im Urlaub besichtigten, verboten. Dafür mussten wir keinen Eintritt zahlen – es geschehen noch Zeichen und Wunder. Anschließend bummelten wir noch durch die Altstadt und machten uns gegen 17.00 Uhr auf den Rückweg nach Waterford. Kurz bevor wir zu unserem Hotel hätten abbiegen müssen, entschieden wir mit Blick zum fast wolkenlosen blauen Himmel, weiter bis ans Meer nach Tramore zu fahren. Dort konnten wir noch über zwei Stunden bei bestem Wetter am Strand entlang laufen und die Füße in den Atlantik halten.
3.Tag (16.09.10)
Heute ging es zu unserem nächsten Etappenziel: Kenmare. Ohne Kerry geht’s dann doch nicht… Nach knapp zwei Stunden Fahrt bekam das Auto eine Pause in einem Parkhaus verordnet und wir zogen los zu einem kleinem Bummel durch Cork mit dem Ziel English Market und Farmgate Cafe. Da wir zur besten Lunchtime und ohne Reservierung ankamen, mussten wir knapp 30 Minuten warten, konnten dann aber unser Essen auf der Empore mit Blick in den Markt genießen. Obwohl es in Cork mittlerweile angefangen hatte zu regnen, entschieden wir uns gegen den direkten Weg nach Kenmare und wählten – mit der Hoffnung auf besseres Wetter - die Strecke an der Küste entlang.. Wir wurden nicht enttäuscht: Bantry Bay und Bantry empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, so dass wir hier noch einen kleinen Stadtbummel einschoben. In Kenmare angekommen strahlte die Sonne immer noch, so dass wir nur schnell das Zimmer im „O’Donnabhains“- unserem letztjährigen Stammpub - bezogen und dann direkt nachschauen mussten, ob im Ort noch alles so ist, wie wir es im letzten Jahr verlassen hatten. So viel frische Luft macht hungrig, und zumindest das Essen hatte noch die gleiche Qualität wie immer.
4.Tag (17.09.10)
Anscheinend hatte es in der Nacht geregnet, denn am Morgen war die Luft klar und der Himmel wolkenlos. Deshalb entschieden wir uns für den Weg auf die Dingle Peninsula. Allerdings nicht auf ganz direktem Weg: schon nach knapp 10 Minuten hielten wir an Moll´s Gap, um in aller Ruhe - und wieder fast alleine - durch den Avoca-Laden zu stöbern und das zweite Kochbuch mitzunehmen. Bei schönem Wetter kommt man natürlich nicht am Ladies View vorbei, ohne angehalten zu haben… Außerdem fuhren wir diesmal nicht einfach an den Seen im Nationalpark vorbei, sondern wir nutzten auch hier das schöne Wetter ausgiebig. Nach einigen Foto-Stopps ging es dann doch weiter zum Inch-Beach. Auch hier erwartete uns i strahlend blauer Himmel und - logisch - erst nach Fußbad im Atlantik und ausgiebigem Strandspaziergang setzten wir unseren Weg über Dingle zum Slea-Head-Drive fort. Dank Baustelle nicht auf direktem Weg sondern quer durch die Felder. Gegenüber dem Dunmore-Head hielten wir an dem wohl so gut wie jedem bekannten Parkplatz, um ein Erinnerungsfoto von uns zu schießen. Im September ist man auch hier fast alleine, so dass wir erst mit Selbstauslöser und der Kamera auf dem Autodach experimentierten, dank eines netten amerikanischen Ehepaares dann aber fast professionelle Erinnerungsfotos bekamen. Und die mussten sein, hier gab es schließlich im letzten Jahr den Heiratsantrag…Natürlich musste auch hier ein kurzer Abstecher an den Strand sein, schließlich könnte die Temperatur des Wassers ja um 0,5° abweichen. Zurück in Dingle ließen wir die Pubs links liegen und steuerten viel lieber den Connor-Pass an. Die Luft war klar, der Himmel blau und der Ausblick einfach genial. Das Eis und das koffeinhaltige Kaltgetränk - wurden auf dem Pass aus einem alten Transporter heraus verkauft - passten auch.Auf dem Rückweg nach Kenmare hatten wir das Glück, vom Ladies View Fotos im Sonnenuntergang schießen zu können. Auch an diesem Abend fielen wir wie so oft fix und fertig ins Bett.
5.Tag (18.09.10)
Heute stand die Fahrt nach Galway auf dem Plan. Über Nacht hatte es sich zugezogen, so dass wir uns den Nationalpark (er)sparten und stattdessen über die N22 nach Killarney fuhren. Anfänglich hatten wir einen Zwischenstopp in Limerick geplant, aber den ließen wir zugunsten der Cliffs of Moher ausfallen. Vielmehr beschlossen wir, den Weg abzukürzen und nahmen die Fähre über den Shannon. Kaum auf dem Fluss fing es an zu regnen, also sahen wir den Shannon nur durch die Autoscheiben. Nachdem wir wieder festen Boden unter den Reifen hatten, fuhren wir über Kilkee (man könnte auch sagen, quer durch die Prärie) zu den Cliffs. Ich möchte nicht wissen, was hier im Sommer los ist, aber selbst Mitte September bei schlechtem Wetter war der Parkplatz so gut wie voll. Eigentlich vermeiden wir - so gut es geht - solche Touristenaufläufe, aber nachdem wir die Cliffs die letzten beiden Jahre nicht geschafft hatten, musste es diesmal sein. Kurz vorher hatte es auch noch aufgehört zu regnen und so sind wir bei dem Versuch, gegen den starken Wind Fotos der Cliffs zu machen, wenigstens trocken geblieben. Bevor wir dann weiter nach Galway fuhren, genehmigten wir uns noch einen Kaffee und ein Sandwich im Visitor’s Center - sieht ein bisschen aus wie Hobbingen. Die von vielen negativ bewertete Abgrenzung an den Klippen hat uns erstaunlich wenig gestört, im Gegenteil: hinter der „Mauer“ tummelten sich bei starken Böen ziemlich viele Leute ziemlich nah am Klippenrand ... alles andere als vertrauenserweckend, wer weiß, wie weit mancher für ein Foto gehen würde.
Unser Weg führte uns quer durch die den Burren, für den wir eigentlich einen ganzen Tag eingeplant hatten. Diesen Ausflug strichen wir dann einstimmig. Wir sind ja schon einiges an Straßen in Irland gewöhnt, aber diese Straße wollten wir unseren Bandscheiben kein zweites Mal antun… Eines war allerdings bemerkenswert: kurz vor unserem Urlaub hatten wir im Fernsehen eine Reportage über das Matchmakers-Festival in Lisdoonvarna gesehen, uns aber weiter keine Gedanken gemacht und dank Navi die Strecke auch nicht sooo genau vorgeplant. Unterwegs fuhren - oder vielmehr standen wir durch einen Ort, der von Leuten und Caravans nur so wimmelte. Und wir waren ja im September da ... dreimal dürft Ihr jetzt raten, wo wir waren...
Unterwegs hatten wir immer mal wieder ein paar Tropfen und bei unserer Ankunft in Galway begann es wieder heftiger zu regnen. Dabei blieb es dann auch für den Rest des Tages. Unser Hotel - wir hatten uns für das Jury‘s Inn entschieden - lag direkt an der Quay Street, so dass wir quasi das Latin Quarter vor der Tür und somit kurze Wege ins Pub hatten.
6.Tag (19.09.10)
Der nächste Morgen war da und das Wetter hatte sich etwas gebessert. Es regnete zumindest nicht. Also ging es gut gelaunt auf den Weg nach Connemara. Wir hatten gerade die Stadtgrenze von Galway passiert als der Himmel seine Schleusen öffnete. Und das nicht zu knapp. Es war ein ziemlicher Blindflug bis nach Clifden. Nichts desto trotz stellten wir das Auto erst mal in der Stadt ab und gingen, bewaffnet mit Regenschirmen, auf Entdeckungsreise. Mittags entschieden wir uns dazu, den Regen in einem Cafe auszusitzen. Und siehe da: die Kaffeetasse war noch nicht ganz leer, als draußen jemand das Licht anknipste und sich der Himmel von grau in blau färbte. Wir bezahlten also schnell und konnten bei mittlerweile schönem Wetter die Sky-Road unter die Räder nehmen. Viele Kurven und ebenso viele schöne Ausblicke später erreichten wir das Besucherzentrum des Connemara-Nationalparks, unser eigentliches Ziel. Ausgerüstet mit wasserfest laminierter Wanderkarte nahmen wir uns nach kurzer Überlegung und mit Blick auf die wieder mehr gewordenen Wolken die mittlere Tour durch den Park vor. Die Schleife über den Diamont Hill konnten wir dann allerdings nicht mehr laufen, da mittlerweile die Wolken so tief in den Bergen hingen, dass der Gipfel nicht mehr zu sehen war und wir nicht unbedingt durch den Nebel stapfen wollten. Auf dem Weg zurück ins Tal kreuzten ein paar Hirsche unseren Weg und ließen sich von uns überhaupt nicht stören. Der Abstecher hatte sich definitiv gelohnt. Außerdem haben wir noch ein Ziel für den nächsten Urlaub. Die große Runde… Natürlich ging es nicht ohne einen Zwischenstopp bei der Kylemore Abbey zurück nach Galway. Wir bummelten aber nur ein wenig über den Weg zur Abbey, machten ein paar Fotos und gingen keine Minute zu früh zurück zum Auto. Die Türen waren gerade zu, als es wieder anfing zu regnen. Die Wetterlage erleichterte uns dann auch die Entscheidung zur Rückfahrt. Wir wählten den Weg entlang des Killary Harbour bis Leenane. Viel zu sehen gab es aber nicht, weil sowohl der Himmel als auch das Wasser und die Berge das gleiche Grau hatten. Ab Leenane ging es dann über die R336 quer durch Connemara. Zurück in Galway - ab der Stadtgrenze war es wieder trocken - ging unser Auto ins Parkhaus -übrigens direkt neben dem Hotel- und wir aufs Zimmer. Dann sollte das „Oscars“ herhalten um die Löcher in unseren Mägen zu füllen. Den Tipp bekam ich hier im Forum vom User „Cosmo“. Leider mussten wir feststellen, dass das Lokal geschlossen war, und zwar während unseres ganzen Aufenthalts. Also wieder ins Latin Quarter. Wir probierten das nächste Lokal aus und wurden nicht enttäuscht. Mit vollem Bauch und der täglichen Dosis Bulmers ging es zurück ins Hotel mit der Hoffnung auf schönes Wetter am nächsten Tag.
7.Tag (20.09.10)
Nach den gestrigen Wetterkapriolen - oder wie man zu sagen pflegt: nach einem Tag mit typisch irischem Wetter- ließen wir es heute etwas ruhiger angehen. Es wurde keine große Tour sondern nur wetterabhängige Etappen geplant. Erstes Ziel: Westport. Auf dem Weg dahin gab es noch den einen oder anderen Regenschauer, aber als wir Westport erreichten schien wieder die Sonne. Nach zwei Ehrenrunden durch den Ort hatten wir auch einen Parkplatz und einem kleinen Stadtbummel stand nichts mehr im Weg. Zwischendurch warfen wir noch unsere Ansichtskarten ein. Die Post sollte ja was zu tun kriegen, also warum nicht an dem von Deutschland am weitesten entfernten Punkt. Und sie sind alle angekommen...
Das Wetter schien auch zu halten also gegen Mittag weiter zur nächsten Etappe: Achill Island. Bis Newport kamen wir auch gut voran, doch im Ort selber ging erst mal gar nichts mehr. Markttag auf der Hauptstraße. So wie hier sollte man mal einen Markt in Deutschland veranstalten. Das Ordnungsamt würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen… Nach etwas Verzögerung erreichten wir aber dann doch Achill Island. Dort ging es den Atlantic View entlang, eigentlich wollten wir bis Keel oder Dooagh fahren, aber in Dooega angekommen, stellten wir fest, dass der Rest der Insel mittlerweile komplett wolkenverhangen war. Deshalb ging es früher als geplant zurück. Wieder in Newport angekommen stellten wir das Auto ab und verschafften uns selbst einen Überblick über den Stauauslöser. Kurz gesagt: Wir schlenderten über den Markt. Wieder in Westport angekommen fanden wir es einfach langweilig, die gleiche Strecke nach Galway zurück zu fahren. Wir nahmen also den Umweg entlang der Clew Bay bis zum Croagh Patrick. Für einen längeren Aufenthalt oder gar einem Aufstieg war es mittlerweile zu spät. Aber wenigstens gab es einen wolkenfreien Blick auf den Croagh. Soll ja angeblich auch nicht so oft vorkommen. Zumindest wenn man den einschlägigen Reiseführern glauben darf… Irgendwann mussten wir dann doch den Rückweg antreten. Es lag ja doch noch ein wenig Strecke zwischen uns und Galway… Wir fuhren also erst mal bis Leenane, wo wir den Killary Harbour im Gegensatz zum Vortag bei schönem Wetter zu Gesicht bekamen. Irland halt… Das Pub unserer Wahl für diesen Abend war diesmal „The Quays“. Wird ja in so gut wie jedem Reiseführer erwähnt und empfohlen und ich kann mir auch vorstellen, dass es hier in der Hauptsaison nur so von Touristen wimmelt. Aber im September konnten wir ein wirklich gutes Essen in Ruhe genießen.
8. Tag (21.09.10)
Nach drei Tagen Kilometerfressen durch die Countys Kerry, Clare, Galway und Mayo entschieden wir uns zu einem Stadttag, zumal dies auch unser letzter Tag in Galway war. Am Morgen ging es erst mal nach Salthill, wo wir uns den restlichen Morgen im „Atlantaquaria“ rumtrieben. Wir haben selbst ein Aquarium und uns gefiel es hier ganz gut. Meine Frau war gar nicht vom „Touch Tank“ wegzubekommen und ich war fasziniert von der Improvisationskunst irischer Handwerker und ihrem Lieblingsmaterial. Dem Kabelbinder… Aber jetzt mal im Ernst. Das Aquarium ist meiner Meinung nach schon einen Besuch wert. Ideal natürlich bei schlechtem Wetter. Das hatten wir zum Glück nicht. Es war zumindest mal trocken aber recht windig. Normal halt… Also Jacken zuknöpfen und bis zum Golfplatz die Strandpromenade entlang. Man hat ja doch schon einiges gesehen, deshalb wunderten wir uns auch nicht über die Leute, die hier badeten während wir in unseren Jacken vorbeigingen… Zurück im Zentrum ging es erst mal zu „Mc Donaghs“ - noch so ein Laden aus den Reiseführern - aber einmal „fish´n´chips“ musste einfach sein. Und was soll ich sagen… lecker! Der anschließende Verdauungsspaziergang brachte uns durch ein paar Gässchen zum River Corrib, dem wir dann bis zur Galway Cathedral folgten. Wir wollten uns die Kathedrale natürlich auch von innen ansehen. Nach 10 Minuten traten wir aber angesichts einer Übermacht von lauten, fotografierenden amerikanischen Touristen den Rückzug an. Anschließend ging es quer durch Galway bis zum Eyre Square, um dann den Rest des Nachmittags kreuz und quer durch das Latin Quarter zu stöbern.
9. Tag (22.09.10)
Heute stand die Abreise nach Dublin, unserem letzten Ziel, auf dem Programm. Spätestens an der Stadtgrenze von Galway stand fest, dass wir nicht das letzte Mal hier gewesen sind. Natürlich rasten wir nicht einfach in zwei Stunden über die Autobahn nach Dublin. Autobahnrasen kann man zu Hause auch und wir hatten genug Zeit. Erster Abstecher sollte Clonmacnoise sein. Wir waren recht früh da, so dass wir auch hier das Gelände fast für uns alleinehatten. Wurde natürlich auch ausgenutzt. Die Speicherkarte unseres Fotoapparates hat ganz schön geraucht… Angesichts der zunehmenden Menschenmenge und der von Westen anrückenden dunklen, tiefhängenden Regenwolken beeilten wir uns dann aber doch, um vor dem Regen bei unserem nächsten Zwischenstopp zu sein: Trim und Trim Castle. Wir kamen gerade so rechtzeitig, dass wir an einer Führung teilnehmen konnten ohne die kommt man gar nicht in die Burg. Die Führung selbst hat dann fast eine Stunde gedauert und war richtig interessant. Btw... wusstet Ihr dass an der Stelle des Blarney Stone früher mal die Toilette war? ... Selbst ich mit meinem etwas eingerosteten Schulenglisch habe alles verstanden. Nach einer Runde über das Burggelände und einem kurzen Umweg durch den Ort flüchteten wir ein weiteres Mal vor den Regenwolken Richtung Dublin. An unserem Hotel - dem Grand Canal Hotel - angekommen, ging es für unser Auto in die hoteleigene Tiefgarage (die ist hier übrigens kostenlos) und für uns nach dem Einchecken zu einer Runde durch die City. Wir liefen also über Leinster- und Nassau Street bis zum Trinity College. Bummelten anschließend noch etwas durch die Geschäfte der Grafton Street um dann entlang von St. Stephen´s Green zurück zum Hotel zu laufen. Den Tag ließen wir im Hotelpub ausklingen.
10.Tag (23.09.10)
Heute stand eigentlich nur bummeln in Dublin auf dem Programm. Wir ließen es also dementsprechend ruhig angehen und zogen erst am späten Vormittag los. Da es mittlerweile unser dritter Aufenthalt hier war und wir bei den letzten zwei Besuchen so gut wie alle „Must-haves“ ausgiebig besichtigt hatten, hatten wir uns diesmal das Nationalmuseum ausgesucht. Der Eintritt ist hier übrigens kostenlos und die kostenlose Gepäckaufbewahrung hat uns angenehm überrascht. Wir nahmen uns für die wirklich interessanten Ausstellungen ein paar Stunden Zeit, bevor es weiter ging zur O`Connell Street zum Bummeln. Meine Frau konnte nicht widerstehen, sich die Fingernägel mit Folien peinlich bunt bekleben zu lassen.. Vor dem Termin hatten wir noch Zeit, die wir zu unserem obligatorischen Besuch im Hard Rock Cafe auch brauchten. Schließlich musste ja auch noch ein T-Shirt her - so wie jedes Jahr. Übrigens nicht nur für uns sondert auch für die halbe Verwandtschaft. So wie jedes Jahr…. Während der irischen halben Stunde (eine deutsche Stunde…) die meine Frau zur Krallenpflege brauchte, trieb ich mich kreuz und quer durch die Henry Street. Das einzige, was mir beim Leute-beobachten und Straßenmusiker-zuhören noch fehlte, war ein Liegestuhl und ein kaltes Bier. Denn noch passte das Wetter zum Liegestuhl… Anschließend bummelten wir wieder in Richtung und durch die Grafton Street und nach einem Besuch im St. Stephen´s Green Shopping Centre ging es zurück zum Hotel. Auf halbem Weg hatten uns die dunklen Regenwolken, die sich vorher zusammengebraut hatten, erreicht. . Trotz unserer Schirme sind wir in Irland noch nie so nass geworden. Sogar die Einkaufstüten aus Papier hatten sich auf halbem Weg so gut wie aufgelöst.
11. Tag (24.09.10)
An unserem letzten kompletten Urlaubstag in Irland holten wir unseren Mietwagen aus dem Tiefgaragenschlaf und fuhren eine knappe halbe Stunde zu den Powerscourt Gardens. Heute mussten zum ersten Mal die dicken Jacken herhalten. Das Wetter war zwar sonniger als am Vortag, aber auch 10 Grad kälter.
Zuerst verbrachten wir etwas Zeit beim ausgiebigen Stöbern im Avoca Store im Powerscourt House. Im ganzen Gebäude lief im Hintergrund „Mumford and Sons“ was uns zu einem Grinsen nötigte. Gute Musik halt… Gegen Mittag ging es zum Rundweg durch die Gärten. Hier und heute waren angenehm wenige Leute unterwegs, wodurch uns viele Fotos ganz ohne Besucher gelangen. Nach dem Rundgang entschieden wir uns noch zu einem Abstecher zum Powerscourt Waterfall. Vor Ort angekommen schlenderten wir ein wenig über das Areal vorm Wasserfall, machten einige Fotos und fuhren dann zurück nach Dublin. Auf dem Rückweg wurde erst mal der Dreck der letzten 2000 km von und aus unserem Mietwagen entfernt, da sich ein sauberer Mietwagen erfahrungsgemäß einfacher und schneller abgeben lässt.. Früher als geplant waren wir wieder in der Stadt. Nach unseren guten Erfahrungen im Nationalmuseum entschlossen wir uns kurzfristig, sowohl der National Gallery und als auch dem Natural History Museum einen Besuch abzustatten. Die National Gallery hat uns beide mit einer sehr ruhigen Atmosphäre und einigen bekannten Künstlern angenehm überrascht. Das naturhistorische Museum dagegen ist sehr altbacken, so war hier nach einer halben Stunde der Rundgang beendet.. Ohne festes Ziel ging es weiter durch die Stadt. Auf der O´Connell Bridge angekommen mussten wir feststellen, dass zuhause einige Fotos der Ha´Penny Bridge existierten, wir aber noch nie drüber gelaufen sind. Das haben wir dann umgehend nachgeholt und den Weg durch einen Torbogen Richtung Temple Bar fortgesetzt. Hier fand meine Frau übrigens noch ein Paar Schuhe, die sie in Deutschland schon seit Längerem zu bekommen versuchte. Mitten in Temple Bar empfingen uns unbekannte Rhythmen in Form einer großen Sambatruppe inklusive Tänzerin, so dass wir dann doch noch eine ganze Weile vor Ort blieben. Gegen Abend auf dem Weg zurück ins Hotel freuten wir uns auf einen ruhigen Ausklang unseres Urlaubs, aber irgendwie war halb Dublin rund um unser Hotel versammelt. Wie sich herausstellte, fand an dem Abend ein Konzert von Michael Bublé im Aviva Stadium statt, wodurch nicht nur unser Hotelpub zu platzen drohte und es statt Pubfood nur ein Buffet gab, sondern auch alle Pubs im näheren Umkreis restlos überfüllt waren. Deshalb musste - nach etwas Gemaule meinerseits - ein neues Lokal zum Abendessen gefunden werden. Die Wahl fiel auf das „Old Schoolhouse“ in der Northumberland Road - eigentlich nur um die Ecke, aber weit genug vom Trubel weg. Etwas Besseres zum ruhigen Ausklang unseres Urlaubs hätten wir nicht finden können.
12.Tag (25.09.10)
Bei unserem letzten Frühstück war leider der komplette Frühstücksraum unseres Hotels mit einem ca. 200-köpfigen Chor belegt. Wir verzichteten deshalb dankend auf dasChaos, da das Zimmer sowieso ohne Frühstück gebucht war. Also zum letzten Mal in unseren Mietwagen und raus zum Flughafen. Das Auto wurden wir ohne Probleme los, der Shuttle-Bus brachte uns wie gehabt zum Terminal und eingecheckt sowie unser Gepäck aufgegeben hatten wir erstaunlich schnell. Dann erst mal Frühstück im Flughafen, nicht günstig, aber völlig okay. Zum Glück gingen wir sehr zeitig zum Gate, wo wir für die Sicherheitskontrolle (Irgendwie hat man in Irland da ein anderes Verständnis für) fast eine Stunde brauchten und froh waren, insgesamt so früh gefahren zu sein. Hätte sonst ganz schön knapp werden können und Stress im letzten Moment muss ja nicht wirklich sein.. Zwei Stunden später war für dieses Jahr alles vorbei. Keine fünf Minuten später im deutschen Stress stand der Entschluss, so schnell wie möglich wieder hin zu fliegen, fest…
Hier noch ein paar Fotos
Granville Hotel Waterford
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Jerpoint Abbey
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Jerpoint Abbey
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Tramore Beach
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Bantry Bay
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McGillyCuddy´s Reeks
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Killarney National Park
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Dunmore Head
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Killarney National Park
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Cliffs of Moher
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Clifden
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Sky Road
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Connemara National Park
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Kylemore Abbey
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Westport
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Achill Island
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Galway City
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River Corrib
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Clonmacnoise
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Clonmacnoise
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Trim Castle
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Grafton Street
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Powerscourt Gardens
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Powerscourt Waterfall
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Nationalgalerie
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28.01.2011 13:39 Reisebericht September 2010 Beitrag #2
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Toller Bericht, schöne Fotos; DANKE!!





