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Pigi's kleine Geschichten 3)

  1. Pigi's kleine Geschichten 3) Beitrag #1
    Pigi

    Pigi's kleine Geschichten 3)

    Hallo zusammen

    Hier nun eine weitere Pigi Geschichte.

    Diemal zum Schmunzeln.



    But, can I ask you something?


    In den fruehen siebziger Jahren fuhr ein Bekannter mit seiner Frau durch Connemara. Sie waren in ihrem Schweizer Auto unterwegs. Damals war der Tourismus noch nicht so verbreitet und Autos mit fremden Nummernschildern (ausser vielleicht englischen) eine Seltenheit. Sie erfreuten sich beide an der wildromantischen Landschaft und vergassen ein wenig Gott und die Welt. Auf einmal bemerkte Frieder, so hiess mein Bekannter, dass das rote Laempchen der Benzinuhr blinkte. Ohje, vielleicht sollten sie sich bald einmal nach einer Tankstelle umsehen. Nach einer Weile erfolglosem Weiterfahrens, hoerte das Laempchen zwar auf zu blinken, brannte jedoch nun dauerhaft. Die Lage war nun Ernst. Was nun? Langsam begann es zu daemmern. Die Beiden holten zum wievielten Male ihre Strassenkarte hervor. Doch diese schien voellig nutzlos zu sein. Waren doch die Ortsnamen in Englisch auf der Karte und in Gaellisch auf den Strassenschildern. Es war zum Maeusemelken. Endlich traffen sie auf einen Bauern, der mit seinem Traktor am Strassenrand stand. Sie fragten Ihn nach der naechsten Tankstelle. Er meinte, in zirka zehn Minuten wuerden sie zu einem groesseren Dorf kommen und dort wuerden sie eine Tankstelle finden. So fuhren sie guter Dinge weiter. Das groessere Dorf entpuppte sich als eine Kirche, einen Friedhof und ein Haus, indem sich die Post, der Dorfladen und ein Pub befanden. Von Tankstelle keine Spur. So fragten sie im Pup, wo sie denn tanken koennten. “No problem, follow me” Der Pubbesitzer war ein aeltere Ire mit einen sehr eindrucksvollen Connemara-Akzent. Hinter dem Haus befand sich ein Gartenschlauch. Der Mann steckte den Gartenschlauch in den Autotank und ging zum Haus zurueck. Er fragte, wieviel Benzin sie denn haben moechten. Frieder nannte die Menge und der Mann oeffnete einen Hahn an der Wand. Von einem Zaehler war keine Spur zu sehen. Der Mann schielte auf seine Armbanduhr und drehte den Hahn nach einer Weile zu. Frieder staunte. Als er zum Auto ging und kontrollierte, war sein Tank voll und kein Troepfchen ging daneben. Sie tratschten eine Weile ueber dies und das. Auf einmal ging der Ire mehrmals um das Auto herum, besah sich das Nummernschild und das CH-Zeichen, schuettelte seinen Kopf und schien scharf nachzudenken. Frieder fragte ihn dann: “Is everything ok?” Der Ire beruhigte ihn und meinte: “Yes, Sir, everything is fine. But, can I ask you something?” Frieder meinte: “Sure you can.” Der Ire fragte nun ein wenig verlegen: “You don’t look like Chinese, don’t you?” und zeigte auf das CH-Zeichen an Frieders Auto. Frieder war sprachlos. Es dauerte eine Weile, bis er die Frage verstand. Frieder beruhigte den Iren. “No we are Swiss”. Das schien ihm auch nicht gerade viel zu sagen. Er verabschiedete sich freundlich und stapfte in sein Pub zurueck. Frieder und seine Frau fuhren schmunzelnd weiter. Als Chinesen hatte man sie noch nie bezeichnet. Es war eine interessante Begegung.

    Lieber Gruss und ein schoenes Wochenende.

    Pigi

  2. Pigi's kleine Geschichten 3) Beitrag #2
    Barbara + Sammy
    Avatar von Barbara + Sammy
    *kicher*

    Jaja, die Schweizer haben es nicht leicht! Ich werde nie vergessen, wie ich Sonntags Mittags mit einer Freundin in einem der besten und empfehlenswertesten Fischrestaurants (sieht von außen aus wie irgendein Pub) hier an der Südküste saß und wir fröhlich vor uns hinschmausten. Es kam ne fünfköpfige Truppe rein, fragte nach "Sandwiches", wurde abschlägig beschieden und verließ daraufhin kopfschüttelnd das Restaurant.

    Ich meinte dann so zu meiner Freundin (zwischen zwei herrlich leckeren Bissen): Schweizer!!!

    Sie: ?????????????????

    Ich: Nur Schweizer sind derartig festgelegt, daß sie nichtmal wahrnehmen, daß die "Kneipe" nen Restaurant ist. Und wenn sie nen Sandwich wollen, dann riskieren sie nichtmal nen Blick auf die Karte - selbst wenn die Belegung des Ladens schon ahnen läßt, daß das Futter unsäglich gut ist!

    Meine Freundin schüttelte ungläubig den Kopf

    Tja, 2 Minuten später fuhr die Truppe draussen vorbei - Nummernschild? CH!

    Ich bin übrigens nicht Schweizer-feindlich! Bin mit einem verheiratet!

  3. Pigi's kleine Geschichten 3) Beitrag #3
    Pigi




    Tja, meine lieben Landsleute, wenn die halt Sandwiches haben wollen, dann wollen die eben Sandwiches haben, so einfach ist das.

    Es muss ja irgendeinen Grund geben, wieso ich in Irland lebe......

    Bin halt ein wenig anders



    Lieber Gruss und herzlichen Dank.

    Pigi

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