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7 Tage im Südosten

  1. 7 Tage im Südosten Beitrag #1
    findus

    7 Tage im Südosten

    Reisebericht, Südosten vom 4. bis 10.10.07

    Da ich so viele nette Hinweise für den Südosten bekommen habe, möchte ich einen kurzen Reisebericht geben.

    Am 4.10. sind wir bei strahlendem Sonnenschein in Faranfore/Kerry gelandet. Die Mietwagenübernahme war fast problemlos - zuerst gab es einen kleinen Nissan, der jedoch eine Automatikschaltung hatte - dieser wurde gegen einen größeren Nissan (Note) umgetauscht.

    Unser Ziel war Ballinspittle in der Nähe von Kinsale. Ob des schönen Wetters fuhren wir nach Killarney, Kenmare, Glengariff, Bantry dann durch das Landesinnere bis Ballinspittle. Dort hatten wir ein wunderschönes
    B & B.

    Freitag: erkundeten wir Timoleague. Der Tipp war Klasse, die Klosterruine und die vielen Grabsteine sind sehr sehenswert. Weiter Richtung Clonakilty gefahren, das Ringfort Lisnagun angeschaut. Vorher waren wir noch in Ring (bzw. North Ring), vor einer alten Ruine ist ein halbes Ruderboot mit Blumen geschmückt worden. Clonakilty hat uns gefallen, doch der Strand Inchydoney war verlockend und wir genossen die Sonnenstrahlen. Zurück nach Ballinspittle, Richtung Old Head gefahren. Wie Patrick berichtete, ist dort auf der Spitze ein Golfplatz und ein Wandern zum Leuchtturm ist daher nicht mehr möglich. Trotzdem ist diese Halbinsel sehr sehenswert. Ballinspittle ist ein netter kleiner Ort mit einem guten Pub und einem Lebensmittelmarkt. Als Stützpunkt sehr geeignet.

    Samstag: Die "Moving-Madonna" von Ballinspittle angeschaut - tat sich aber nichts. An Kinsale wollten wir eigentlich vorüberfahren, blieben dann aber doch eine lange Zeit hängen, hat uns gut gefallen. Weiter an Cork vorbei nach Cobh. Dort bewunderten wir erst mal das riesige Passagierschiff "Jewel of the sea". Die Queenstown-Story im alten Bahnhof angeschaut (6,60 Euro Eintritt), war okay, als nächstes die wunderschöne Kathedrale besucht - welch eine riesige Kirche. Weiter ging die Fahrt nach Youghal. Dort hatten wir große Schwierigkeiten ein B & B zu finden. Eine Landlady erklärte uns, dass aufgrund des schlechten Wetters viele B & B's schon geschlossen hätten. Wir landeten im einem alten georgianischen Haus in der Innenstadt - eigentlich eher ein Museum. Youghal ist ganz nett, besonders das Sprungbrett unterhalb des Leuchtturms hat uns gut gefallen.

    Unterhalb des Leuchtturms in Youghal

    Sonntag: Aufbruch ins Landesinnere. Zuerst Lismore (leider waren die Gärten schon geschlossen), aber das Schloss sieht sehr eindrucksvoll aus, weiter nach Cappoquin, in der Nähe ist auch ein Kloster. Kurz vor dem Abzweig steht ein Pub mit vielen herrlichen Katzen als Wandmalerei. Auch dort in der Nähe ist eine "movende" Madonna. Die Fahrt durch die Knockmealdown Mountains war sehr eindrucksvoll, fast so schön wie in Donegal. Besuch des Castles in Cahir (2,90 Euro Eintritt), dass Swiss Cottage ist in dieser Saison wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Trotz Abraten fuhren wir nach Cashel, waren aber nicht im Schloss. Im Ort selbst war es ruhig, auch am Castle waren nur wenig Leute. Dieses steht schon recht eindrucksvoll auf dem Felsen. Ein Klasse B & B haben wir in der Nähe von Freshford (zwischen Cashel und Kilkenny) gefunden.


    Pub in der Nähe von Cappoquin

    Montag: Kilkenny angeschaut, wird im Reiseführer als irisches Rothenburg bezeichnet - der Vergleich hinkt gewaltig. Allerdings war der Himmel grau und das die Hauptgeschäftsstraßen Durchgangsverkehr haben ist auch nicht so Klasse. Castle von außen angeschaut und Richtung Süden gefahren. Der Eingang zu Kells Priory war etwas kompliziert zu finden, aber der Besuch dort war lohnenswert. Weiter nach Kilkee, dort steht ein schöner Rundturm mit Friedhof und alter Kirchenruine. Jerpoint Abbey (2,90 Euro) hatten wir das Glück, eine ausführliche Führung zu bekommen - war sehr interessant. Unser B & B haben wir in Ashford gefunden, denn wir wollten noch die Wicklow Mountains erkunden. Ashford selbst ist als Ausgangspunkt (Gebirge und Meer) gut, der Ort selbst absolut trostlos.

    Dienstag: Mein Urlaubshöhepunkt - Powerscourt Garden (7,50 Euro) ist echt ein Hammer für Gartenfans. Besonders der japanische Garten ist sehenswert, aber auch der Tierfriedhof mit Grabsteinen für Hunde, Pferde und Milchkühe. Weiter nach Glendalough - wirklich sehenswert. Liegt wunderschön in einem Tal, es waren nicht allzuviel Touristen da und man kann gut zu den oberen Seen und auch zu einem Wasserfall laufen. Hier hatten wir unseren einzigen "heavy shower" in den 7 Tagen gehabt. Nun musste noch ein Strandbesuch hier, Brittas Bay bietet sich da an (im Sommer 4 Euro Parkgebühr, jetzt waren die Parkplätze geschlossen).


    Am oberen See in Glendalough



    Mittwoch: Abreisetag. Da wir nicht so genau wussten, wie viel Zeit wir zum Flughafen benötigten, fuhren wir über die Wicklow Mountains (Laragh - Sallys Gap - Traumstraße) Richtung Leixlip, da dort zwei schöne alte Scheunen stehen - Wonderful Barn. Trotz Anfahrtsbeschreibung im Reiseführer haben wir diese Highlights nicht gefunden, erst als wir auf der Autobahn Richtung Dublin waren, haben wir sie einen kurzen Moment gesehen. Schade. Da wir noch viel Zeit bis zum Abflug hatten fuhren wir nach Donabate an den Strand - einfach herrlich. Kann ich nur jedem empfehlen, der noch Zeit zum Abflug hat, Fahrzeit von dort: 20 Minuten. In der Nähe steht auch noch ein Rundturm (und daneben ein hässlicher Wasserturm). Highlight für meinen Mann: eine Gärtnerei hatte ihren Halloween-Shop eröffnet. Was gab es da alles für gruselige Sachen ....
    Nun stand der Abflug bevor, und leider, leider musste ich dort meinen irischen Honig abgeben, denn Honig zählt zu Flüssigkeiten ....

    Fazit: Da wir schon viel von Irland gesehen haben, waren wir ob unseres diesjährigen Reiseziels etwas skeptisch. Aber: uns hat der Südosten gefallen, es gibt viel zu sehen, auch wenn der Urlaub etwas Klosterruinen lastig war. Die Landschaft ist hügelig und sehr grün (daher wohl auch die Bezeichnung: grüne Insel). Schafe waren leider etwas Mangelware, dafür standen wohlgenährte Kühe auf der Weide. Es gibt nicht so viele abgeschiedene Routen, der Verkehr ist einfach mehr. Erholung hatten wir mehr in vergangenen Urlauben im Norden, dass lag aber auch daran, das wir dort ein Ferienhaus hatten. Fast jeden Tag ein B & B zu suchen ist doch etwas anstrengend.

    findus

    PS:

    Sorry, aber mit den Bildern scheint es nicht zu klappen.
    Ich hoffe dass die Bilder bald zu sehen sind, ich kann keinen Fehler feststellen...

  2. 7 Tage im Südosten Beitrag #2
    Patrik333
    Sag ich doch.

    Auch der Südosten ist schön.

    Und wenn man Zeit hat,

    und sich zeit nimmt,

    dann findet man es auch noch,

    das wahre Irland.

    Gruß

    PAtrik

    aus

    Mittelhessen


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