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Dingle Way im Mai 2007

  1. Dingle Way im Mai 2007 Beitrag #1
    matzi72

    Dingle Way im Mai 2007

    Hallo zusammen!
    Ich bin mit meiner Frau Ende Mai den Dingle Way von Camp nach Castlegregory gelaufen. Wir haben also -aus Zeitgründen-die erste und letzte Etappe ausgelassen. Vorneweg einige Erklärungen: 1. waren wir Irland-Novizen, 2. waren wir das erste mal mit dem großen Rucksack (sie 10, ich 13 kg) unterwegs, 3. war es auch unser erster Fernwanderweg.
    Insgesamt kann ich den Dingle Way sehr empfehlen, landschaftlich bietet er alles was sich der geneigte Laie unter Irland so vorstellt

    1.Tag Flug von Hahn nach Kerry, Bustransfer über Tralee nach Camp, Übernachtung im sehr empfehlenswerten Finglass House direkt am Dingle Way, Abendessen und Guiness in Ashes Pub direkt gegenüber.

    2. Tag: Camp-Annascaul, eine nette Tour zum Einlaufen, nicht anstrengend, einige schöne Ausblicke, Rast am Inch Strand, schreckliche mind. 2km lange abfallende Teerstrase nach Annascaul. Übernachtung im Anchor B&B (naja...nicht anderes mehr frei), Besuch des Southpol Inn und viele Guiness in Hannafin´s Pub (unscheinbar, aber klasse, viele irische Farmer, keine Touristen-außer uns), 2 x 5 min Regenschauer im Laufe des tages (war das schon alles?)

    3. Tag: Annascaul-Dingle, schöne Aussichten auf Iveragh, Minard Castle, nach Lispole etwas schlecht ausgezeichneter Weg und bis hierher sehr viele Teerstrassen, kurz vor dem noch längeren Abstieg als am Vortag nach Dingle wunderbarer Blick zurück auf das was wir schon geschafft haben. Übernachtung im Ashes B&B, sehr empfehlenswert, direkt am Weg. 1 x 10 min Regen am Wegesbeginn, danach Sonne

    4. Tag: Dingle-Dunquin: diesmal vorweg: kein Regen, traumhaftes Wetter, Sonne = Sonnenbrand zunächst (schon wieder) Teerstrasse bis kurz vor Ventry, hier wich dann der Dingle Way von der OSI karte ab und trieb uns einen matschigen steilen Viehweg hinauf nur um später wieder den alten Weg zu treffen. Später getroffene Dingle Way Wanderer hatten -zum Glück für sie- diese Abzweigung übersehen und sich dieses sinnlose Teilstück gespart. Zur Belohnung dann ein schöner Weg entlang Ventry Beach und danach an der Schulter des Mount Eagle bis zum Sle Head Cafe. Dieses Teilstück bietet unglaublich Blicke nach Iveragh, den Skelligs und Blasket, führt an Schafen und Ringforts vorbei und ist einfach nur traumhaft. Vor Ort mussten wir dann jedoch leider feststellen, daß das einzige Pub des Ortes geschlossen hat. Jedoch hat der Besitzer des örtlichen Guesthouses uns netterweise in den nächstgelegen Pub gefahren.

    5. Tag: Dunquin-Ballcurane: tja, jetzt war das Wetter schon irischer Neble und Regen, aber auch nur für ca. 1 Std. Der Weg führte uns entlang der Cliffs (Clogher Head, Sybil, Head, Three sisters), entlang eines Strandes dann zum Anschluusn über eine viel zu lange teerstrasse zum An Bothar Pub am Fusse der nächsten Etappe. Dieses Guesthouse ist wärmstens zu empfehlen: schöne zimmer, gutes Essen und eine supernette Wirtin

    6. Tag: Ballcuran-Cloghane: "Königsetappe" bei Nebel, stürmischem Wind, Regen und höchsten 10°C machten wir uns an den Aufstieg zum Brandon Pass, der anders als in den Alpen nicht serpentinenartig sondern tatsächlich einfach geradehoch ging. Oben angekommen schnell ein Foto vom Ogham (ein beschrifteter steinzeitlicher Stein) und beim Abstieg ein stetiges Bangen nicht im knöcheltiefen Matsch auszurutschen oder den Schuh zu verlieren. Später ging es auf einen Schotterweg und plötzlich klarte es auf, ein >Blick zurück zeigte uns, das die Wolken am Brandon hingen und uns somit noch ein sonniger Nachnittag beschert wurde. Übernachtung und Essen in O'Connors Guesthouse (ebenfalls super).

    7. Tag: Cloghane-Castlegregory: nach einem erneut endlos scheinendem Weg über eine asphaltierte bzw. geteerte Strasse kamen wir zu Irland längstem Strand, hier folgte uns eine Wolkenlücke in den Sturmwolken, so daß wir überraschenderweise wieder trocken blieben. Dieser Weg zog sich sehr lang hin. In Castlegregory übernachteten wir im Kellihers B&B.

    8.Tag. Taxifahrt nach Kerry (Anne Scully Taxi, sehr nette Frau), Rückjflug nach Hahn


    Also.....
    ... Irland ist super
    ... die Iren sind unglaublich freundlich und hilfsbereit
    ... das irische Frühstück stärkt einen den ganzen Tag
    ... leider zu viele asphaltierte oder geteerte Teilstücke
    ... Lebenshaltungskosten ziemlich hoch

    Wir kommen wieder- auf jeden Fall

    Daniel v/o Matzi

  2. Dingle Way im Mai 2007 Beitrag #2
    Charlotte
    Hallo Matzi72!

    Danke für deinen Bericht. Wie ich lese
    ware eure Ausgangssituation ähnlich der unseren.
    Wie habt ihr den die Wanderung körperlich verkraftet, vorallem eure Füße?
    Hier hatten wir die größen Probleme und wie lang sind die Tagesetappen auf dem Dingle Way?

    Viele Grüße
    Charlotte

  3. Dingle Way im Mai 2007 Beitrag #3
    matzi72
    Hallo Charlotte,
    die Etappen waren zwischen ca. 18 und 28km lang. Tasächlich haben unsere Füssen wegen ungewohnten langen Wege auf Asphalt (v.a. bergab) uns gequält, konditionell ist der Dingle Way jedoch kein Problem.

    LG,
    Daniel v/o Matzi

  4. Dingle Way im Mai 2007 Beitrag #4
    Dairbhre
    Avatar von Dairbhre
    Hallo Charlotte,

    der Dingleway ist im Vergleich zum Kerryway sehr "moderat".
    Im Gegensatz zu euer Tour ist man fast ausschliesslich in bewohntem Gebiet und immer nahe am Meer.
    Man ist nicht so sehr auf sich fixiert und kann auch mal entspannen, weil das Ende der Etappe flexibler ist. Geniale Aussichten.

    @ matzi72,
    den Strassen kann man z.T. ausweichen.
    Der Weg über Lough Slat ist sehr schön. http://www.dingleway.net/dingle_way_map/anascaul.shtml
    In den Tourist Offices gibt es Flyer mit Wegbeschreibungen.

    Für beide Paare wäre vielleicht der
    http://www.northkerryway.ie/
    interessant, wenn mal Zeit für einen Kurzurlaub ist.

    Ich hoffe, ihr habt noch viele schöne Walks in Kerry.
    Wenn man sich im 2. Anlauf für die schönsten Strecken mehr Zeit nimmt, entdeckt man ungeahnte Möglichkeiten.

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