Nordirland: Der neunjährige Katholik Seamus ist todkrank. Ohne das Wissen der Eltern macht er sich auf den Weg, "um Gott zu finden, bevor Gott mich findet" - nur dann, glaubt Seamus, könne ein Wunder geschehen, das ihn rette. Beeindruckt von der Geschichte des Heiligen Columcille , der sich in völligem Gottvertrauen in einem Boot ohne Ruder und ohne Segel an sein Ziel tragen ließ, steigt Seamus in ein Boot und lässt sich treiben. Der 14-jährige Protestant James musste mit ansehen, wie sein Vater, ein Polizist, ermordet wurde. Zutiefst verstört verbirgt er seine Trauer und Hilflosigkeit hinter aggressivem Auftreten.
Seamus und James begegnen sich an Seamus' erster "Anlaufstelle", irgendwo am Strand. Für James ist der tiefgläubige Seamus wie ein rotes Tuch, so dass er es auf eine Schlägerei mit dem Kleinen anlegt. Seamus stürzt dabei und findet sich neben einem Mann namens Darry wieder, der bewusstlos und verwundet im Sand liegt.
Für Seamus ist klar: Er hat den gefunden, den er gesucht hat, und er wird ihm folgen. James verachtet Seamus zutiefst, aber irgendetwas an Darry bringt ihn dazu, Seamus bei dessen Rettung zu helfen. Dazu klaut er sogar ein Auto. Sie bringen Darry nach dessen Anweisungen zu einem Cottage, wo sie sich verstecken. Langsam wird klar, dass Darry, ein protestantischer Hardliner, lange im Gefängnis war und nun bei einem Anschlag verletzt wurde, und dass Verrat im Spiel war. Wie viele, die Jahre im Gefängnis verbracht haben, findet Darry sich in einem Land wieder, dessen Spielregeln sich verändert haben: Er muss sich unter ganz neuen Voraussetzungen mit seiner Vergangenheit und den "Freunden" von früher auseinandersetzen.
Für das seltsame Trio Darry, Seamus und James beginnt ein mühsamer Weg, physisch und psychisch, der sie zu einem einsamen Leuchtturm führt, wo sich schließlich alle drei für ihren Weg entscheiden müssen.